Mi, 17. Oktober 2018

Wegen Referendum

03.10.2017 10:40

Pfeifkonzert! Spanische Fans beleidigen Pique

Nach den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen ist Barcelona-Superstar Gerard Pique ins Visier der spanischen Fans geraten. Der Nationalteam-Verteidiger, ein großer Befürworter des Referendums, wurde im Madrider Trainingszentrum von den Anhängern gnadenlos ausgepfiffen - zu sehen oben im Video!

Zahlreiche Beschimpfungen musste Pique über sich ergehen lassen. Auch Wurfgeschosse flogen in Richtung des spanischen Kickers. Die Fans waren stinksauer, meinten, dass Spanien Piques Land sei. Manche hielten Schilder hoch mit Schmähungen wie "Pique, Bastard, raus aus der Nationalmannschaft".

Die spanische Auswahl brach nach 23 Minuten das Training ab. Securities begleiteten den Barca-Spieler vom Platz.

Pique, 2010 Welt- und 2012 Europameister, stellte zuletzt seinen Platz in der Nationalauswahl zur Verfügung. Sollte der spanische Verband ihn für ein Problem halten oder er "stören", würde er zurücktreten, sagte der Innenverteidiger. Er übte zudem Kritik an Spaniens Premierminister Mariano Rajoy. "Man kann Ja wählen, Nein oder sich der Stimme enthalten. In der Franco-Ära konnten wir für unsere Ideen nicht eintreten. Ich tue das, und ich bin Katalane", meinte Pique.

Lopetegui: "Unangenehm"
Teamchef Julen Lopetegui - ein Baske - sprach von einer "unangenehmen Situation". Er forderte die Fans aber zur Vernunft auf. Pique sei jedenfalls durchaus motiviert zum Team gereist. "Ihm geht es gut und er brennt darauf. Ansonsten würde ich ihn nicht holen", sagte Lopetegui dem Radiosender Cadena Cope. Das öffentliche Training verteidigte er: "Es wäre ein Fehler gewesen, vor verschlossenen Türen zu trainieren. Die Fans haben das Recht, sich zu äußern."

Ramos schweigt
Andere hielten sich mit Äußerungen zurück. So auch Real Madrids Sergio Ramos, ein Intimfeind von Pique. Laut Medienberichten wolle Ramos "zum Wohl der Mannschaft" schweigen. Er hatte in den Tagen vor dem Referendum bereits Kritik an Piques offen zur Schau gestellter Position geübt. "Jeder hat die Freiheit zu sagen, was er denkt. Aber als Kapitän bin ich immer besorgt um die Atmosphäre im Team", sagte Ramos vergangenen Freitag.

Spanien fehlen in der Gruppe G der WM-Qualifikation bei drei Punkten Vorsprung auf Italien noch vier Zähler, um das Fix-Ticket zu realisieren. Freitag treten die Iberer in Alicante gegen Albanien an, ehe zum Abschluss am Montag der Auswärtstrip nach Israel ansteht.

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