Do, 20. September 2018

Wichtige Hinweise

28.09.2017 10:36

Dutzende Terroranschläge dank Israel vereitelt

Der israelische Geheimdienst hat in den letzten beiden Jahren Informationen mit anderen Ländern geteilt, mithilfe derer Dutzende Terrorattacken vereitelt werden konnten. Die Anschlagspläne waren von Personen geschmiedet worden, die der Terrormiliz IS und der Al-Kaida angehören.

Wie sie israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtet, haben die Israelis im Rahmen des internationalen Kampfes gegen radikalislamischen Terror die Zusammenarbeit mit Geheimdiensten befreundeter Länder in den vergangen Jahren intensiviert. Dadurch konnte zum Beispiel ein Anschlag während eines Fußballländerspiels zwischen Albanien und Israel verhindert werden. Außerdem wird von israelischen Warnungen berichtet, die geholfen haben, Anschläge in Belgien, Frankreich und der Türkei zu verhindern.

IS-Pläne für Anschläge auf Passagierflugzeuge
Im Mai gab es Wirbel um US-Berichte, wonach Präsident Donald Trump in Gesprächen mit dem russischen Außenministerium Details über israelische Hinweise preisgab. Dabei soll es um vom IS geplante Anschläge auf Passagierflugzeuge gehen, die nach Europa fliegen. Die Islamisten wollten demnach Bomben in Laptops verstecken.

Geänderte Strategie nach den Anschlägen von Paris
Nach den Terroranschlägen von Paris 2015 wurden vom israelischen Generalstab strukturelle Änderungen vorgenommen. Seither konzentriert man sich darauf, Informationen über Terrororganisationen im Mittleren Osten zu sammeln. Dadurch hat sich auch die Anti-Terror-Arbeit in Europa stark verbessert.

Kommt bald ein "virtuelles Kalifat"?
Offizielle Stellen in Israel gehen davon aus, dass die von den USA geführte Allianz den IS im Nordosten Syriens bald besiegt haben wird. Es scheint, als wäre der Plan eines eigenen Kalifats der Islamisten nahezu gescheitert. Dennoch werden die Terroristen wohl weiterhin aktiv sein und möglicherweise ein "virtuelles Kalifat" für Terroristen aus verschiedensten Regionen der Welt ausrufen, hieß es.

Kehren IS-Kämpfer auf Sinaihalbinsel zurück?
Eine weitere mögliche Entwicklung, die die Israelis beunruhigt, ist die Rückkehr der überlebenden IS-Kämpfer auf die Sinai-Halbinsel, wo Islamisten jahrelang das ägyptische Regime bekämpft haben. Das würde auch das Risiko steigern, dass es zu Angriffen auf israelische Ziele entlang der ägyptischen Grenze kommt.

Israel sieht den Iran weiterhin als größte Gefahr
Dennoch sehen die israelischen Strategen immer noch den Iran und nicht den sunnitischen Terror als größte Gefahr an. Israel hat vor allem mit den Operationen des Iran in Syrien Probleme, da diese eine militärische Präsenz an der Grenze bei den Golanhöhen erfordern.

Zumindest sieht man in Israel die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland nicht als bindend, sondern eher als eine temporäre Partnerschaft, da sich diesbezügliche Interessen schnell ändern könnten. Die Strategen erwarten, dass die beiden Länder in naher Zukunft im Kampf um wirtschaftlichen Einfluss auf das Regime des syrischen Machthabers Bashar al-Assad aneinandergeraten werden.

 krone.at
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