Do, 13. Dezember 2018

Toter US-Student

28.09.2017 06:38

Keine Beweise für Folter in Nordkorea

Eine Gerichtsmedizinerin in den USA hat keine Beweise dafür gefunden, dass der nach seiner Rückkehr aus Nordkorea verstorbene US-Student Otto Warmbier gefoltert wurde. Warmbier war während einer Nordkorea-Reise im März 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er fiel ins Koma und wurde schließlich "aus humanitären Gründen" freigelassen. Im Juni starb er wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA.

Warmbiers Leichnam habe keine eindeutigen Folterspuren aufgewiesen, sagte Lakshmi Sammarco, Gerichtsmedizinerin im Bundesstaat Ohio, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Der 22-Jährige habe aufgrund von Sauerstoffmangel Hirnschäden erlitten. Der Grund dafür sei unklar. "Wir wissen nicht, was mit ihm passiert ist", sagte sie. "Wir werden es nie wissen, es sei denn, dass diejenigen, die dabei waren, es uns sagen." Warmbiers Leichnam hatte kleinere Wunden aufgewiesen, die laut Sammarco bis auf eine Ausnahme von medizinischen Geräten stammen könnten.

Eltern: "Sie haben Otto entführt, ihn gefoltert"
Sammarco hatte auf Folter-Vorwürfe von Warmbiers Eltern sowie von US-Präsident Donald Trump vom Dienstag reagiert. In einem Interview hatten die Eltern gesagt, die Zähne ihres Sohnes seien bei seiner Rückkehr aus Nordkorea "neu angeordnet" gewesen, seine Hände und Füße entstellt. "Sie haben Otto entführt, sie haben ihn gefoltert, sie haben ihn absichtlich verletzt", sagte der Vater Fred Warmbier in der Sendung "Fox and Friends".

Nach der Ausstrahlung des Interviews im Sender Fox News beschuldigte Trump erstmals die nordkoreanische Führung, Warmbier gefoltert zu haben. Er nannte das Interview der Eltern "großartig" und sagte: "Otto wurde von Nordkorea unvorstellbar gefoltert."

Reiseverbot für US-Bürger nach Nordkorea
Nach dem Tod Warmbiers erließ die US-Regierung ein Reiseverbot für US-Bürger nach Nordkorea. Gleichzeitig spitzte sich der Konflikt zwischen Washington und Pjöngjang um das nordkoreanische Atomprogramm weiter zu.

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