So, 16. Dezember 2018

Spital gesucht

20.09.2017 16:11

Verbrühtes Mädchen gerettet

Großartig reagierten die Helfer bei einem Kindernotfall in Aurach, wo sich ein einjähriges Mädchen schwer verbrüht hatte. Da alle nahen Spitäler mit Verbrennungsstationen keinen Platz frei hatten, wurde das Kind mit dem Rettungsheli "Martin 3" in ein Wiener Krankenhaus geflogen und dort behandelt.

Das dreizehn Monate alte Kind  ging Dienstag gegen 13.45 Uhr zum Tisch im Elternhaus in Aurach am Hongar und zog eine Tasse weg, worauf sich siedend heißes Wasser auf seinen Kopf und Oberkörper ergoss. Sofort wurde das Rote Kreuz  alarmiert: Kindernotfall!

Geeignetes Spital gesucht
Doch wo konnte das junge Verbrühungsopfer schnellstmöglich behandelt werden? Zum Glück funktionierte die Rettungskette tadellos: Da weder in OÖ noch in München eine geeignete freie Station für Verbrennungsopfer gefunden werden konnte, wurde der Notarztheli "Martin 3" mit der Patientin - sie hatte Verbrennungen zweiten Grades an 50 Prozent ihrer Hautoberfläche erlitten - nach Wien ins Donauspital SMZ Ost geschickt.

Mäderl auf Normalstation

Von dort kam Mittwochmittag eine sehr gute Nachricht: "Dem Mädchen geht es wieder gut, es wurde auf eine normale Station verlegt, wo die Verbände immer wieder gewechselt werden müssen." Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein 20 Monate altes Mädchen in Alberndorf am Arm und Brust verbrüht.

3000 Kinder mit Verbrennungen

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit landen jährlich 3000 Kinder mit Verbrennungen oder Verbrühungen im Spital, zwei Drittel sind jünger als vier Jahre. Schon eine halbe Tasse Tee kann zur Verbrühung von 30 Prozent der Köperoberfläche führen.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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