Fr, 21. September 2018

Nach U-Bahn-Anschlag

16.09.2017 13:04

Scotland Yard vermeldet "bedeutende Festnahme"

Nach dem Bombenanschlag in der Londoner U-Bahn mit 30 Verletzten hat die Polizei einen 18-jährigen Terrorverdächtigen gefasst. Die "bedeutende Festnahme" sei am Samstag in der Früh im Hafenviertel der südenglischen Stadt Dover erfolgt, teilte die Polizei mit. Dover liegt am Ärmelkanal, von dort starten Fähren und Züge nach Frankreich.

"Wir haben heute in der Früh eine bedeutende Festnahme im Zuge unserer Ermittlungen gemacht", sagte der Anti-Terror-Ermittler Neil Basu. Der 18-Jährige sei in einer örtlichen Polizeiwache und werde "zu gegebener Zeit" in eine Polizeiwache im Süden Londons verlegt, hieß es weiter. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei vorerst keine weiteren Angaben zu dem Verdächtigen machen.

"Bedrohungsgrad bleibt bei 'kritisch'"
"Auch wenn wir über den erzielten Erfolg erfreut sind, dauert diese Ermittlung an und der Bedrohungsgrad bleibt bei 'kritisch'", erklärten die Ermittler und deuteten weitere Einsätze gegen Verdächtige an. Die Festnahme von Samstag früh werde "zu mehr Aktivitäten unserer Beamten führen".

Höchste Terrorwarnstufe in ganz Großbritannien
Nach dem Anschlag hatte die britische Regierung die Terrorwarnstufe von "ernst" auf "kritisch" erhöht. Die höchste Terrorwarnstufe bedeutet, dass nach Einschätzung der Behörden ein weiteres Attentat unmittelbar bevorstehen könnte. In ganz Großbritannien waren am Samstag tausend zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz.

Nur noch drei Betroffene im Krankenhaus
In einem U-Bahn-Waggon an der Station Parsons Green im Westen Londons war am Freitag im morgendlichen Berufsverkehr ein selbst gebauter Sprengsatz detoniert. Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball". Nach neuen Angaben vom Samstagmorgen mussten 30 Anschlagsopfer im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten Opfer erlitten nach Polizeiangaben Verbrennungen, andere wurden in der allgemeinen Panik niedergetrampelt. Keiner der Verletzten schwebte in Lebensgefahr, am Samstag befanden sich nur noch drei der Betroffenen im Krankenhaus.

 krone.at
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