Mo, 23. Juli 2018

"Sieg muss her"

26.08.2017 09:15

Rapid vor LASK-Spiel: "Wir spüren den Druck"

Für Rapid steht vor der Länderspielpause noch heute ab 18.30 Uhr das richtungsweisende Bundesliga-Heimspiel gegen den LASK bevor. "Wir spüren den Druck und wissen, dass wir unter Zugzwang stehen", betonte Sportdirektor Fredy Bickel. "Es wird Zeit, dass wir drei Punkte in diesem Stadion machen", sprach auch Trainer Goran Djuricin Klartext. (Im Video oben sehen Sie "Krone"-Rapid-Reporter im Gespräch mit krone.at-Sportchef Max Mahdalik.)

Nach fünf Runden warten die Hütteldorfer, die mit mageren fünf Punkten nur auf dem siebenten Tabellenrang stehen, noch auf den ersten Heimsieg in dieser Saison. Dazu kamen zuletzt auch noch zahlreiche Negativschlagzeilen durch Fan-Fehlverhalten. "Wir haben genug Nebenschauplätze gehabt, jetzt reicht's", bekräftigte Djuricin, dass nun der Fokus ausschließlich auf das Sportliche gerichtet werden müsse, nachdem Rapid aus den jüngsten drei Partien nur einen Punkt geholt hat. 

"Wir müssen vom Positionsspiel besser werden und hoch aggressiv ins Match gehen", forderte der Rapid-Trainer, der die Zeit danach intensiv nutzen will. "In der Länderspielpause werden wir uns neu justieren durch den einen oder anderen Neuzugang. Doch jetzt müssen wir den Fokus auf Samstag legen und gewinnen." Bickel pflichtete dem 42-Jährigen bei: "Ein Sieg hilft uns am schnellsten. Wir müssen die Negativspirale stoppen, um gute Gefühle in die Nationalmannschaftspause mitzunehmen."

Glasner: "Können mithalten"
18.600 Tickets waren bis Donnerstag verkauft, womit heute mehr Zuschauer im Allianz Stadion sein werden als beim 2:1-Heimsieg der Rapidler am 26. April im Cup-Halbfinale gegen den LASK, der den Gastgebern damals alles abverlangt hatte. "Da haben wir gesehen, dass wir mit einem Bundesligateam mithalten können und konkurrenzfähig sind", erinnerte sich Trainer Oliver Glasner, der die Linzer zurück in die Bundesliga geführt hat. "Aber wir wollen gar nicht so weit nach hinten, sondern lieber nach vorne schauen." 

Im Gegensatz zum Cup-Finalisten hat der Aufsteiger bisher nur ein Spiel verloren und liegt mit acht Punkten hinter dem Spitzenduo Sturm (15) und Salzburg (13) auf Platz drei. "Wir wissen, dass sie die Trendwende schaffen wollen, aber wir fahren nach Wien, um zu gewinnen", lautete die Kampfansage von Glasner an den kriselnden Rekordmeister. "Wir haben schon bei Red Bull Salzburg verdient einen Punkt geholt, bei der Austria unglücklich verloren und wollen jetzt beim dritten großen Verein wieder zeigen, wie gut wir sind." 

Vor allem in der Defensive stehen die Oberösterreicher sehr sicher, spielten bereits dreimal zu null. "Der LASK hat eine sehr hohe Qualität, vor allem hinten sind sie sehr gut eingespielt. Dazu sind sie bei Standards immer gefährlich. Deshalb ist es wichtig, klug zu verteidigen und bei Standards nichts anbrennen zu lassen", betonte Rapid-Tormann Richard Strebinger, der endlich einmal zu null spielen will. "Dafür muss unser Positionsspiel besser werden."

"Brauchen Effektivität"
Auch Glasner weiß, dass der Weg zum Erfolg nur über eine gute Defensivleistung führt. "Das wird ganz wichtig sein bei Rapid, denn die sind offensiv richtig gut, haben bisher immer zumindest ein Tor erzielt. Dazu brauchen wir aber auch vorne die nötige Effektivität, um als Sieger vom Platz zu gehen." Der bisher letzte LASK-Sieg in Wien gegen Rapid datiert vom 27. Mai 2000, als Jürgen Panis in der 87. Minute fast von der Mittellinie den einzigen Treffer der Partie erzielte.

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