04.12.2006 08:36 |

19 Tote durch Winter

Menschen erfrieren wegen Stromausfall

Der Wintereinbruch in den USA hat bis Sonntag 19 Menschenleben gefordert. In St. Louis im US-Staat Missouri, wo die Temperaturen am Nachmittag nicht über minus fünf Grad hinauskamen, starben zwei Männer an Kohlenmonoxid-Vergiftung. Sie hatten versucht, Kohlen in einem Wok zu verbrennen, wie die Feuerwehr mitteilte. Hunderttausende Menschen in der Region verfügten weiter über keine Elektrizität.

Ein 56-jähriger Mann starb vermutlich an Unterkühlung, ein 81-Jähriger wurde tot in seinem Haus gefunden. "Es ist noch nicht vorbei", sagte Bürgermeister Francis Slay. "Solange der Strom ausgefallen ist, sind Menschen gefährdet." Nationalgardisten in der Region St. Louis an der Grenze zwischen Missouri und Illinois gingen am Wochenende von Tür zu Tür um sicherzustellen, dass die Bewohner sich ausreichend gegen die Kälte wappneten. Der schwere Schneesturm hatte am Donnerstag 15 Menschen das Leben gekostet.

Schuld: ein Schneesturm
Ein heftiger Schneesturm mit Eisregen hat im Mittleren Westen der USA hunderttausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten und den Verkehr weitgehend lahm gelegt. Allein in den Bundesstaaten Illinois und Missouri waren am Freitag bei eisigen Temperaturen rund eine halbe Million Haushalte ohne Strom, teilten Energieversorger und Behörden mit.

Der Gouverneur von Missouri rief den Notstand aus und forderte den Einsatz der Nationalgarde an. Hunderte Techniker bemühten sich rund um die Uhr, die schlimmsten Schäden am Stromnetz zu beheben, hieß es vom Energieversorgers Ameren. Dennoch müsse damit gerechnet werden, dass der Ausfall länger dauere. Zahlreiche Stromleitungen waren eingefroren oder durch abgebrochene Äste blockiert.