Mi, 19. September 2018

F1-Klassiker

26.05.2017 16:57

GP von Monaco: Als Ayrton Senna Gott begegnete

Im Formel-1-Qualifying in Monaco kann Lewis Hamilton eine weitere Bestmarke seines großen Idols Ayrton Senna einstellen.

Senna oder Superman - das war der sehnlichste Berufswunsch des damaligen Teenies Lewis Hamilton. Heute ist er quasi auf Augenhöhe mit seinem Idol: Mit drei WM-Titeln gleichauf, an Siegen (54:41) längst voran - und im Qualifying in Monaco kann der 33-jährige Formel-1-Glitzerboy eine weitere beeindruckende Senna-Marke egalisieren. Hamilton greift nach der 65. Poleposition, nur Michael Schumacher (68) ist noch ein Stückchen weit weg.

"Mit Ayrton gleichzuziehen ist irgendwie merkwürdig"
Auf Sennas Lieblings-Spielplatz - zwischen St. Devote, Mirabeau, Casino, Loews, Tunnel, Swimming Pool und Rascasse hat der Superbrasilianer sechsmal triumphiert, einmal mehr als "Schumi" und Graham Hill. "Unwirklich - mir fällt kein passenderes Wort ein. Mit Ayrton an Poles gleichzuziehen ist irgendwie merkwürdig, fast unrealistisch", leuchten bei Hamilton die Augen.

Doch für "King Lewis" ist da ein nur ganz schwer zu knackender Gegner, Ferraris WM-Leader Sebastian Vettel, der nach einem starken Training posaunte: "Ich will nicht auf Augenhöhe mit Mercedes kämpfen, ich will die Nummer 1 sein!" Ob’s bei dieser fantastischen Atmosphäre - blaues Meer, dahinter die mächtige Fürstenfestung auf dem imposanten Grimaldi-Felsen - nur ein Solo für zwei wird? "Glaub ich nicht", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, "ich gehe davon aus, dass aus der Zweier- eine Dreierbeziehung wird. Aufpassen auf Red Bull!"

Kampf um Pole-Position als Hitchcock-Thriller
Selbst Niki Lauda ist überzeugt: "Auch Bottas, Räikkönen, Verstappen und Ricciardo werden ein Wörtchen mitreden - alles großartige Piloten, die bereit sind, selbst das letzte Risiko zu nehmen." Der Kampf um die Poleposition wird jedenfalls zum Hitchcock-Thriller. Gelingt jemandem eine ähnlich perfekte Runde wie Senna 1988 (eineinhalb Sekunden vor dem Rest der Welt), nach der er gemeint hatte: Es war, als wäre ich in einer anderen Dimension, wie in einem Tunnel - es war außerhalb meiner Vorstellungskraft, als wäre mir Gott begegnet!

Hamilton: (grinst) "Ayrton wusste, mit Worten zu spielen, so wie Muhammad Ali. Ich sage: Die perfekte Runde gibt es in Monaco nicht. Das ist ein Mythos." Und eine extreme Herausforderung, der sich Hamilton ("Ich will Sebastian schlagen, wenn er in Bestform ist!"), Vettel ("Der letzte Ferrari-Sieg liegt 16 Jahre zurück - es wird Zeit, das zu ändern!") und Co. stellen.

Richard Köck (in Monte Carlo), Kronen Zeitung

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