28.04.2017 16:55 |

"Krone" deckt auf:

Hunderte Phantom-Türken in Wiens Studentenheimen

Im Studentenheim "Haus Erasmus" in Wien kennt niemand die 87-jährige Kadire Ö. oder den 89-jährigen Ramazan Ö., obwohl die beiden Senioren dort laut aktueller türkischer Wählerevidenz als österreichisch-türkische Doppelstaatsbürger gemeldet sind. Ein "Krone"-Faktencheck zu dieser Liste mit 97.000 Personen zeigt jetzt: Es gibt starke Indizien für einen massiven Wahl- und Sozialbetrug.

Lange Gänge, die Gemeinschaftsküche ist leer - und niemand öffnet die Türen der Zimmer 505 und 813 im Studentenheim "Erasmus" in Wien-Neubau. Eigentlich sind die 87-jährige Kadire Ö. und der 89-jährige Ramazan Ö. an dieser Adresse gemeldet, zumindest laut einer aktuellen Liste mit allen angeblich in Österreich lebenden Türken, die nun auch beim jüngsten Referendum mit großer Mehrheit pro Erdogan abgestimmt haben.

15-köpfiger Familienclan unauffindbar
"Nein, bei uns wohnt sicher keine Person in diesem Alter", schüttelt der Heimleiter den Kopf. Auch ein ganzer Clan mit 15 Familienmitgliedern im Alter von 22 bis 73 Jahren ist laut Wählerevidenz im "Haus Erasmus" gemeldet, aber beim "Krone"-Besuch unauffindbar. Und keiner der jüngeren Mitbewohner kennt die bis zu 89 Jahre alten angeblichen Zimmernachbarn.

83-jähriger "Bummelstudent"
Die gleiche Situation zeigt sich im Studentenheim "Base 19" in Wien-Döbling: Von 18 türkisch-österreichischen Doppelstaatsbürgern sind tatsächlich nur zwei Personen eingemietet. Die Heimleiterin zur "Krone": "Nein, in Zimmer 2208, in dem laut dieser Liste ein 68-jähriger Türke leben sollte, wohnt eine 23-jährige Studentin aus der Ukraine. Außerdem haben wir ein Alterslimit mit 36 Jahren." Seltsame Massen-Anmeldungen finden sich ebenso in den Studentenheimen Pfeilgasse, Porzellangasse und im Haus an der Bürgerspitalgasse, mit bis zu 83-jährigen "Bummelstudenten".

Strache: "Behörden müssen sofort handeln"
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der diese Wählerevidenz-Liste mit 97.000 mutmaßlichen Doppelstaatsbürgern von kurdischen Politikern erhalten hat, stellt nun zwei Fragen: "Erstens: Ist das nicht Wahlbetrug, wenn diese Scheinstaatsbürger wählen dürfen? Und zweitens: Wird damit bezweckt, Österreichs Sozialleistungen illegal abzuholen? Die Behörden müssen sofort handeln."

Richard Schmitt
Richard Schmitt

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