21.04.2017 22:53 |

Wilde Proteste

Caracas: Zwölf Tote nach Unruhen und Plünderungen

Bei Unruhen und Plünderungen sind in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zwölf Menschen getötet worden. Zudem wurden seit der Nacht zum Freitag sechs weitere Menschen verletzt, wie der Generalstaatsanwalt berichtete. Besonders im Stadtviertel El Valle kam es zu nächtlichen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, Demonstranten legten Feuer, es bot sich ein Bild der Verwüstung.

Die meisten Opfer sollen durch Stromschläge getötet worden sein, als sie in einer Bäckerei einen Kühlschrank stehlen wollten, andere starben durch Schüsse. Ein Kinderkrankenhaus musste wegen des massiven Einsatzes von Tränengas evakuiert werden.

Seit der zeitweisen Entmachtung des Parlaments erlebt das Land mit den größten Ölreserven die heftigste Protestwelle seit 2014 - damals starben 43 Menschen. Die Demonstranten fordern Neuwahlen und die Absetzung des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro, dem sie die Vorbereitung einer Diktatur vorwerfen.

Opposition appelliert an Militär
Er hatte angekündigt, 500.000 Milizionäre als Antwort auf die Proteste mit Gewehren zu bewaffnen und die sozialistische Revolution zu verteidigen. Das Militär wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Opposition rief das Militär zum Bruch mit Maduro auf. "Gehen Sie nicht mit der Titanic Maduros unter", sagte einer der Oppositionsführer, Freddy Guevara, an die Adresse von Verteidigungsminister Vladimir Padrino.

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