09.04.2017 19:25 |

Asyl-Kritik kommt an

Strache feiert "großen Österreicher" Mateschitz

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz sorgt mit seinem Interview österreichweit für Aufsehen - auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ließ es sich nicht nehmen, via Facebook Zustimmung und den allergrößten Respekt für einen "großen Österreicher" zu vermitteln. "Hut ab", hieß es unterdessen auch bei den "Identitären", während Flüchtlingshelfer auf die Barrikaden steigen.

"Ein bemerkenswertes Interview!", freute sich der FPÖ-Chef auf Facebook. "Ein außergewöhnlicher Mensch, der - in Zeiten wie diesen - seine Bodenhaftung nicht verloren hat und außergewöhnlichen Weitblick beweist! Chapeau!" Strache dankte dem Milliardär ausdrücklich für die "offenen und ehrlichen" Worte - Mateschitz sei ein "großer Österreicher", der für unser Land Enormes geleistet habe.

Mateschitz als "Identitären"-Sprecher
Wie berichtet, hatte das Interview auch bei den krone.at-Lesern großen Anklang gefunden. Einige Leser empfahlen Mateschitz gar, eine Polit-Karriere in Betracht zu ziehen, und sahen "endlich wieder Hoffnung in diesen gefährlichen Zeiten". Zweifelhafte Ehre widerfuhr Mateschitz allerdings auch seitens der "Identitären Bewegung" - die seine Zitate inklusive "Identitären"-Logo und Porträt des Unternehmes verbreitete.

Flüchtlingshelfer: "Kein Funken Respekt"
Während die einen jubeln, protestieren die anderen: 50 Flüchtlingshelfer aus Salzburg wandten sich in einem offenen Brief an Mateschitz. Sie fühlten sich "auf zynische Weise verhöhnt", berichtete kurier.at am Sonntagabend. Vor allem seinem Sager über "Willkommensrufer", die "selbst keine Zimmer freigemacht" hätten, fehle jeder Funken Respekt gegenüber ehrenamtlich Engagierten.

"Unternehmen wäre in Kürze pleite"
"Würde man in einem Unternehmen Fehlentscheidungen dieser Tragweite treffen, wäre man in Kürze pleite", hatte der mächtige Red-Bull-Boss unter anderem in dem Interview mit der "Kleinen Zeitung" erklärt. Demnach hätte man im Zuge der Flüchtlingskrise die Grenzen schließen und schärfer kontrollieren müssen. Lobende Worte fand der 72-Jährige hingegen für US-Präsident Donald Trump, Russland und für Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Martin Kallinger
Martin Kallinger

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