Mo, 16. Juli 2018

Bildungstest

28.03.2017 16:45

"Nicht genügend" in Deutsch

Das sollte aufrütteln: Jeder vierte Kärntner Schüler hat Defizite beim Schreiben und Lesen. Das ist das Ergebnis der Bildungsstandard-Tests in der 8. Schulstufe. Überprüft wurden weiters auch Kompetenzen im Sprachbewusstsein und Zuhören. Der Landesschulrat ruft vor allem Eltern auf, zuhause mehr zu lesen.

4697 Schüler aus Pflichtschulen und AHS haben beim Test mitgemacht. Das Ergebnis ist alarmierend:

  • In Lesen, Sprachbewusstsein und Schreiben liegen Kärntens Schüler hinter dem Österreich-Schnitt.

  • Jeder Vierte hat Mängel bei mehreren Kompetenzen.

  • In den Pflichtschulen konnten nur 48 % die Standards erreichen oder übertreffen, in den AHS 88 %.

  • Nur 35 Prozent konnten die Standards in allen vier Kompetenzen erreichen.

"Das ist viel zu wenig!", meint Rudolf Altersberger, Präsident des Kärntner Landesschulrates, der vor allem in den Sozialen Medien eine Ursache für das Debakel sieht. "Im Internet und am Handy wird zwar viel gelesen, aber ich bezweifle, ob es ein qualitätsvolles Lesen ist, das ein Buch ersetzen kann."

Mit der Zuwanderung habe das Ergebnis jedoch nichts zu tun immerhin haben in Kärnten nur elf Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund (niedrigster Wert in Österreich).

Nicht nur die Lehrer seien gefordert, die Deutschkompetenzen der Kinder zu fördern, sondern vor allem die Eltern. Altersberger: "Das Lesen beginnt ja nicht in der 8. Schulstufe, sondern in der Kindheit. Mehr Lesen und Vorlesen zuhause würde bereits sehr viel helfen."

Auch bemerkenswert: Die Mädchen schneiden in Deutsch klar besser ab als die Burschen bei den Mathetests war es umgekehrt.

Christian Rosenzopf, Kärntner Krone

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