So, 15. Juli 2018

Virtueller Aus-Flug

09.11.2016 11:13

"Eagle Flight": Auf den VR-Schwingen des Adlers

Frei wie ein Vogel über Paris zu schweben - Ubisofts VR-Game "Eagle Flight" macht's seit Dienstag auf Sonys PlayStation VR möglich und ist damit das erste Spiel des französischen Publishers für die virtuelle Realität. Ob sich der Aus-Flug lohnt? krone.at hat sich in die Lüfte geschwungen.

Paris, das sind der Eiffelturm, Notre Dame, Sacré Coeur, der Invalidendom, Moulin Rouge, Montmatre und natürlich die Seine, um nur ein paar der markantesten Plätze und Sehenswürdigkeiten zu nennen. Sie alle dienen Ubisofts "Eagle Flight" als beeindruckende Kulisse.

Wer sich allerdings ein realistisches Abbild der französischen Metropole wie in "Assassin's Creed Unity" erhofft, wird enttäuscht. Vielmehr präsentieren die Entwickler eine stilisierte, noch dazu postapokalyptische Version der Stadt, die 50 Jahre, nachdem der letzte Mensch von der Erde verschwunden ist, von der Natur und Tierwelt zurückerobert wurde.

Wo einst akkurat getrimmte Parklandschaften die Szenerie prägten, haben sich Ranken, Moose und anderes Grünzeug breitgemacht. Einst prächtige Bauten sind löchrig geworden und bieten Unterschlupf für allerlei Getier: von Wölfen und Bären über Elefanten, Giraffen und Flamingos bis hin zu eben Adlern.

Als Gamer dürfen wir in das Federkleid eines von ihnen schlüpfen und die Stadt wahlweise im freien Flug erkunden oder im Story-Modus mit all ihren Facetten erleben, indem wir versteckte Federn einsammeln, Checkpoint-Rennen bzw. -Flüge absolvieren oder schnellstmöglich durch die sogenannten Jetstreams sausen - schmale Windkanäle, die uns zusätzlichen Schub verleihen. Dabei gilt es auch streitbare Krähen und Fledermäuse aufzupassen.

Im Multiplayer dagegen streiten sich zwei Teams von je drei Spielern um die Beute - einen toten Hasen - und wer diese als erster sicher zu seinem Nest zurückbringt. Die Suche nach Mitspielern gestaltet sich wenige Wochen nach dem Start von PlayStation VR allerdings noch schwierig.

Überaus einfach und damit einsteigerfreundlich ist dagegen die Steuerung: Durch simples Neigen, Heben und Senken des Kopfes vollführt der Adler überraschend präzise seine Flugmanöver. Wie eng sich Kurven fliegen lassen, ist dabei von der Geschwindigkeit abhängig, die wiederum über die Schultertasten des Controllers reguliert wird. Das macht großen Spaß und sorgt für einen ordentlichen Geschwindigkeitsrausch.

Die Freude währt bei sensiblen Gemütern mit ebensolchen Mägen jedoch nicht lange. Aufgrund aufkommender Übelkeit mussten wir das Spiel bereits nach kurzer Zeit pausieren - da hilft auch der von den Entwicklern als Orientierungs- und Bezugspunkt eingeblendete Adlerschnabel leider nichts.

Fazit: Die offene Spielwelt mit ihren vielen versteckten Geheimnissen lädt in Ubisofts "Eagle Flight" zu Erkundungsflügen ein und bietet nicht zuletzt dank ansprechender Optik sowie einfacher, präziser Steuerung ausreichend Wiederspielwert, um sich auch längerfristig daran zu erfreuen - vorausgesetzt, der Magen spielt auch mit. Punkten dürfte "Eagle Flight" aber vor allem mit seinem Multiplayer-Modus, den das Spiel den meisten Start-Titeln für Sonys PlayStation VR voraushat.

Plattform: PS4 (getestet), PC (Oculus, Vive-Version folgt am 20. Dezember)
Publisher: Ubisoft
krone.at-Wertung: 7/10

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