25.09.2016 18:25 |

Schutz für Biene

Die sanfte, fleißige Kärntnerin

35.000 bis 40.000 Bienenvölker füllen in Kärnten die Honigtöpfe und sorgen durch die Bestäubung für köstliche Früchte. Diese wichtigen Arbeiten dürfen ausschließlich Carnica-Bienen verrichten, auf deren Vorzüge ein Schutzkongress in Völkermarkt hinweisen will.

Die Carnica-Biene trägt nicht umsonst den Namen unseren Landes: Sie ist seit Jahrtausenden hier heimisch und erobert längst halb Europa. Überall werden ihre Sanftmut, ihre Honigleistung und ihre Schwarmträgheit geschätzt. "Sie hat einen europaweiten Siegeszug angetreten: Der Landesverband für Bienenzucht verkauft etwa 2000 Carnica-Königinnen im Jahr, nicht nur an Kärntner Imker, sondern auch in die Schweiz, nach Deutschland, Slowenien", verrät Arno Kronhofer, der Obmann des Landesverbandes.

Obwohl die Carnica-Biene die gesetzlich einzig erlaubte ist, sammeln da und dort andere Rasse Nektar. "Andere Bienen können Krankheiten einschleppen; so kam die Varroa-Milbe vor 30 Jahren zu uns. Und Hybride, also Kunstrassen, sind nicht für die Zucht geeignet; es kommt irgendwann nichts Gescheites mehr heraus. Es könnte eine Bienenart entstehen, die aggressiv ist oder die nicht in unser Klima passt", fürchtet Kronhofer.

Um den seit den 1960ern verordneten Schutz der Carnica-Biene kümmern sich immer mehr Imker und Imkerinnen. "Vor vier Jahren hatten wir 2000, heute sind es schon fast 3300 Imker", so Kronhofer: "Diese Hobby-Imker sind vom Wissen her eigentlich Profis." Allein heuer konnte er 500 Neueinsteiger verzeichnen.

Mehr über die Carnica-Biene, die Unterschiede zur Buckfast-Hybridbiene, die Zuchtarbeit in Kärnten und die Imkerei verraten Experten am Samstag, 1. Oktober, in der Landwirtschaftlichen Fachschule Goldbrunnhof bei Völkermarkt (8-13 Uhr).

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