18.09.2006 17:25 |

Alarm auf der ISS

Chemikalien-Unfall auf der ISS

Alarm an Bord der ISS: Nach plötzlich auftretenden Dampfschwaden mussten die drei Bewohner der Internationalen Raumstation ISS am Montag Schutzmasken anlegen. Für kurze Zeit war sogar ein Feuer befürchtet worden - gerade einen Tag nach dem Abdocken des Shuttles „Atlantis“ und zwei Tage vor dem Eintreffen einer neuen Langzeitbesatzung und der ersten weiblichen Weltraumtouristin.

Dann gab die Crew aber Entwarnung: Demnach war anscheinend eine nur sehr leicht giftige Chemikalie aus einem defekten Sauerstoff-Generator ausgetreten und das Leben der Astronauten zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die Besatzung habe die Lage unter Kontrolle, sagte NASA-Sprecher Kelly Humphries.

Chemikalie war nicht gefährlich
Dem NASA-Kontrollzentrum in Houston zufolge bemerkten die Astronauten einen ungewöhnlichen Geruch und lösten dann Alarm aus. Sie folgten damit einer für mögliche Notfälle festgelegten Prozedur, einem sogenannten „Roten Buch“.

Die drei Astronauten hätten sich vorbildlich verhalten und nie die Ruhe verloren, sagten NASA-Vertreter. Bei der Chemikalie handelte es sich um eine geringe Menge Kaliumhydroxid, das nicht gefährlich gewesen sei.

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