Nach Unwetter:

Das große Aufräumen geht weiter

Kärnten
07.09.2016 19:43

Seit Tagen sind in Kraa bei Afritz Feuerwehr, Soldaten und zahlreiche andere Helfer im Einsatz, um die Spuren einer gewaltigen Mure zu beseitigen, die Sonntag den ganzen Ort verwüstet hat. Täglich werden Hunderte Kubikmeter Schlamm und Geröll beseitigt. Eine Familie konnte ihr Haus sogar wieder beziehen.

Tagelang wird schon gearbeitet, doch die Einsatzkräfte und Helfer sind kein bisschen müde. Im Gegenteil - sie sind motiviert! "Diese Straße ist schon gut befreit vom Morast - das ist ein Lichtblick! Man sieht dann: Es wird langsam!", sagt Michael Blasge. Der Untertwenger hat als Musiklehrer noch Ferien. Die will er nutzen, um den Menschen in Afritz zu helfen: "Wenn mir so etwas passieren würde, wäre ich dankbar für Hilfe. Deshalb komme ich jeden Tag in der Früh hierher und schaue, was noch zu tun ist."

Michael Blasge (rechts) ist Musiklehrer und hilft seit Tagen freiwillig mit. (Bild: Clara Milena Steiner)
Michael Blasge (rechts) ist Musiklehrer und hilft seit Tagen freiwillig mit.


Viel Arbeit steht auch noch bei Familie Seher (Foto unten) an. "Direkt im Haus ist Gott sei Dank nichts passiert! Das gesamte Grundstück ist aber verschlammt, unsere Holzterrassen sind kaputt", erzählt Mama Roswitha. Sie und ihre drei Söhne Felix (9), Moritz (15) und Alexander (17) fanden in den vergangenen Tagen - wie so viele - Unterschlupf bei Verwandten; Inzwischen dürfen sie wieder im eigenen Haus übernachten. Was fühlt man da? "Etwas Beruhigung - überschattet von Angst, schließlich kann das ja jederzeit wieder passieren. Aber vor allem viel Freude, wieder zu Hause zu sein."

Roswitha Seher und ihre Söhne Alexander (17), Felix (9) und Moritz (15) schlafen wieder zu Hause. (Bild: Clara Milena Steiner)
Roswitha Seher und ihre Söhne Alexander (17), Felix (9) und Moritz (15) schlafen wieder zu Hause.

Bei anderen sieht es noch traurig aus. In einem Haus nebenan (siehe Fotos unten) gleichen Küche und Wohnzimmer einem Schlammbad, im Keller steht das Wasser bis an die Decke. Allein um alle Wege im Ort freizubekommen, werde man noch Tage brauchen, schätzt Einsatzleiter Libert Pekoll. 23 Häuser seien noch gar nicht zugänglich: "Es ist einfach viel. Sehr viel und schwierig. Aber alle helfen mit und halten zusammen."

Das Wohnzimmer ist überflutet. (Bild: Clara Milena Steiner)
Das Wohnzimmer ist überflutet.
Die Autos stecken im Schlamm. (Bild: Clara Milena Steiner)
Die Autos stecken im Schlamm.

Für die Betroffenen der Unwetterkatastrophe in Afritz am See hat die Gemeinde ein Spendenkonto eingerichtet:

Konto: Gemeinde Afritz am See - Spendenkonto Unwetter
IBAN: AT58 3938 1002 0041 0209
BIC: RZKTAT2K381

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