Kreuzbandriss, „Blech“-Pech, aufgehender Ski: Stefan Brennsteiner war bei Großereignissen noch nicht vom Glück verfolgt. Der Salzburger setzte auf eine Mentaltrainerin und macht heute (HIER im sportkrone.at-Liveticker) Jagd auf seine erste Olympia-Einzelmedaille.
Olympisches Gold hat er schon daheim, aus dem Team-Bewerb vor vier Jahren in Peking. Aber sonst ist die Beziehung zwischen Großevents und Stefan Brennsteiner eine Hass-Liebe, gepaart mit Dramen und sportlichen Tragödien. „Ich hoffe, dass wir nach Samstag nicht mehr darüber reden müssen“, lächelt „Brendi“, der das Geschehene bei Großereignissen immer wieder mit einer Mentaltrainerin aufarbeitete.
Ein Auszug seiner leidvollen Historie? Olympia 2018 in Pyeongchang: Kreuzbandriss, sein insgesamt vierter. Er stellte sich die Sinnfrage, kam aber wieder zurück. Olympia 2022 in Peking: Schwerer Fehler kurz vor dem Ziel – und das nach Halbzeitrang zwei, auf Medaillenkurs liegend. WM 2023 in Courchevel: Platz 4, sowohl in Riesentorlauf als auch Teambewerb. Und der bisher letzte Akt datiert aus dem Vorjahr bei der WM vor seiner Haustüre in Saalbach, als ihm nach wenigen Sekunden der Ski aufging – ohne eigenes Verschulden.
„Bin jetzt viel stabiler“
Ja, die Liste der Unglücke ist lange. Aber: „Ich kann positiv mitnehmen, dass ich bei Großereignissen immer in sehr guter Form war.“ So gut wie heuer allerdings noch nie, schließlich holte der Salzburger in Copper Mountain seinen ersten Weltcupsieg, fuhr er auch in Alta Badia als Dritter auf das Podest. Nun sei er vom Skifahren her „viel stabiler“, ist das „Risiko geringer, dass ich einen Blödsinn mache“.
Was die Hoffnung nährt, dass „Brendi“ heute Frieden mit Olympia schließt. Auf einem Hang, auf dem er bereits zweimal auf dem Podest war. Allerdings bei FIS-Rennen vor 15 Jahren, jeweils im Slalom. „Oben geht es steil weg, dann ist es eher mittelsteiles Gelände, wo man immer auf Zug bleiben muss“, so der Salzburger, seit Donnerstag in Bormio. Zuletzt hatte er in der Heimat trainiert, „mit vielen guten Tagen“ den schwachen Jänner abgehakt. „Beim Aus in Adelboden weiß ich genau, was ich falsch gemacht habe. Und in Schladming bin ich mit dem Eis nicht zurechtgekommen – aber so eisig wird es da runter sicher nicht“, so „Brendi“.
Das Feld der Favoriten sei groß, zu schlagen gelte es insbesondere Saison-Dominator Marco Odermatt. Der vor vier Jahren in Peking triumphierte, aber noch auf sein erstes Gold in Bormio wartet – bisher musste er sich mit Siber im Team und Bronze im Super-G zufriedengeben.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.