Mi, 17. Oktober 2018

Pleite und Randale

29.07.2016 08:50

Ein Abend zum Vergessen für die Wiener Austria

Ein kühles Bier. Dazu eine Stelze im Schweizerhaus. Dann gemütlich über die Prater-Hauptallee oder mit der Liliputbahn zum Stadion. Kennt jeder, oder hat vielleicht schon jeder einmal gemacht, wenn im Happel-Oval Europacup-Abend oder Länderspiel war. Großteils friedlich. Am Donnerstag nicht...

Jagdszenen vor dem Happel-Stadion (siehe Video oben)! Hooligans von Spartak Trnava und Austria Wien gingen sich vorm Stadion an die Gurgel, die Polizei musste sogar Tränengas einsetzen. Die traurige Bilanz: Sechs Verletzte und zehn Festnahmen!

Selbst der Mannschaftsbus der Austria musste einen anderen Weg zum Stadion nehmen. Wenig besser erging es jenen, die zu Fuß durch die Hauptallee spazierten und Violett trugen. Überall lauerten Trnava-Hooligans, die den Austria-Anhängern Schals, Trikots und T-Shirts abnahmen.

Fan zeigt Hitlergruß
Der "Krone"-Reporter war in der U-Bahnstation Praterstern mit einem betrunkenen Spartak-Anhänger konfrontiert, der herumpöbelte und mehrfach die Hand zum Hitlergruß erhob - um schließlich in die falsche Richtung in die U-Bahn einzusteigen. Ein klares Beispiel, welche Geisteskinder hier am Werke sind.

So friedlich es im Stadion selbst auch zuging - eine Frage stellt sich schon. Wie zwei Trnava-Ultras es in den Pressebereich geschafft haben? Mit offiziellen Akkreditierungen vom Vereins-TV ausgestattet. Da hatte die Austria keine Handhabe. "Schade, wenn Fußball für Randale missbraucht wird", so Trainer Thorsten Fink.

Unnötige 0:1-Niederlage
Aber nicht nur die Szenen vor dem Stadion sorgten für betrübte Gesichter. Mit der unnötigen 0:1-Pleite gegen schlagbare Slowaken schuf sich die Austria eine denkbar schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche. Das Fink natürlich nicht verloren gibt: "Das Schöne am Europacup ist, dass man immer zwei Spiele hat. Ich kann meiner Mannschaft nur vorwerfen, dass sie ihre Chancen nicht verwertet hat. Aber zufrieden bin ich natürlich nicht."

Heimniederlage, Ausschreitungen, vielleicht der Anfang vom Ende im Europacup. Eine Nacht zum Vergessen.

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