Sa, 20. Oktober 2018

Bandscheibenvorfall

02.07.2016 16:55

Spital überfüllt: Fast 2 Jahre warten auf OP

Seit seinem Bandscheibenvorfall braucht Wolfgang Bohrn jeden Tag Schmerzmittel. Durch schlechtes Gehen, bedingt durch den fehlgeformten Rücken, sind auch beide Knie des Flughafen-Chauffeurs kaputt. Sein Orthopäde verwies den Wiener zu den Spezialisten ins Orthopädische Spital Speising. Doch dort muss der Mann lange warten.

Bohrn bekam einen Termin in der Wirbelsäulenambulanz für Oktober 2017 (!) zugeteilt - allein zur Voruntersuchung. Bis die Operation erfolgt, verstreicht klarerweise noch weitere Zeit. "16 Monate warten auf einen Abklärungstermin. Ich dachte zuerst an einen Fehler. Doch das Spital hat mir das schriftlich bestätigt", so der Patient.

"Extrem hohe Nachfrage, sehr lange Wartelisten"
"Stimmt. Wir haben aufgrund der guten Expertise unserer Ärzte eine extrem hohe Nachfrage und sehr lange Wartelisten", erklärt Speising-Sprecher Pierre Saffarnia. Das Krankenhaus gehört zur Vinzenz Gruppe. Zur Akutversorgung könne sich Bohrn auch an ein Gemeindespital wenden, heißt es in dem Schreiben. Das wird der Airport-Fahrer auch machen. Im AKH, Donauspital oder Rudolfstiftung wartet man auf Bandscheibeneingriffe derzeit zwei bis drei Monate.

Unmut in den städtischen Krankenhäusern
Aber genau diese Vorgehensweise stößt in den städtischen Krankenhäusern auf Unmut. Dort geht man mit den "Speisinger Kollegen" hart ins Gericht: "Die wollen nur mehr Privatpatienten oder Spezialfälle, die sie wissenschaftlich ausschlachten können. Routinesachen geben sie an uns ab", heißt es hinter vorgehaltener Hand. "Dabei sollten wir doch zusammenarbeiten."

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