04.01.2016 16:32 |

10 Fälle in Kärnten:

„Keuchhusten“ im Vormarsch

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der an Keuchhusten erkrankten Menschen in Österreich angestiegen. Einer der Hotspots ist Steiermark, wo die Krankheit seit Beginn der Flüchtlingskrise häufiger auftritt. Aber auch in Kärnten registrierte man 2015 zehn Fälle.

"Bei Keuchhusten, auch Pertussis genannt, handelt es sich um eine ansteckende bakterielle Infektion mit Hustenanfällen", erklärt ein Allgemeinmediziner: "Die Symptome können wochenlang anhalten. Vor allem Säuglinge können schwer darunter leiden und müssen in kritischen Fällen sogar künstlich beatmet werden."

In Kärnten sind 2015 zehn an Pertussis Erkrankte Patienten in den Spitalern unter Quarantäne gestellt und behandelt worden. "Mit zehn Fällen ist unser Bundesland zwar noch eine Insel der Seligen, jedoch sollte die Krankheit keinesfalls unterschätzt werden", sagt Heimo Wallenko von der Landessanitätsdirektion, der an dieser Stelle Eltern einmal mehr dazu auffordert, ihre Kinder impfen zu lassen, zumal eine Pertussis-Auffrischung im zweiten und dritten Schuljahr angeboten wird. Dennoch betrage die Impfungsrate lediglich 70 Prozent.

Wie ansteckend Keuchhusten sein kann, zeigt ein Fall, der sich im Sommer 2015 in Klagenfurt zugetragen hat: Eine Landesbedienstete hatte sich infiziert und steckte in weiterer Folge ihren Mann, ihre Tochter (6) sowie den sechs Monate alten Säugling, der sogar mehrere Wochen unter Quarantäne gestellt werden musste, mit Pertussis an.

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