Mi, 19. Dezember 2018

Zwischenbilanz

18.12.2015 18:03

Vier-Meter-Zaun in Spielfelder Kernzone ist fertig

Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, hat sich am Freitag den Fortschritt beim Bau des Grenzmanagementsystems in Spielfeld angesehen. Die vier Meter hohen Zäune in der Kernzone sind fertig, nun folgen weitere Container für die Registrierung sowie Drehkreuze, Personen- und Gepäckkontrollstellen. Bis Jahresende soll alles betriebsbereit sein.

Die Einreisestelle für Flüchtlinge soll sukzessive in Betrieb gehen. Bis zu 11.000 Menschen sollen dort pro Tag empfangen, registriert und kontrolliert werden können, sagte Kogler. Mit dem Leitsystem könnten alle Einreisenden überprüft werden. Bildschirme mit Symbolen und Uhren sowie Informationen in mehreren Sprachen wie etwa Farsi, Arabisch und Englisch sollen den Flüchtlingen mehr Orientierung als bisher bieten.

Laut Projektleiter Josef Reich ist in Sachen Lücken im Zaun noch nicht das letzte Wort gesprochen. Mit Winzer Erich Polz glaube er, sich noch einigen zu können. Landespolizeidirektor Josef Klamminger führe persönlich Gespräche mit Anrainern, die sich gegen den Zaun wehren. Konkret gehe es um 210 Meter auf Polz' Gründen sowie acht Meter auf einem Grundstück des Grazer Ex-ÖVP-Stadtrats Helmut Strobl. Sollte man sich mit Polz doch noch einigen, schloss Reich Rodungen bei Weinstöcken aus.

Einzelne "fangen wir ein"
Reich zeigte sich zudem überzeugt, dass die 2,5 Meter hohen Zäune, die abseits der Kernzone errichtet werden, ihren Zweck erfüllen werden. Dass sie leicht zu überwinden seien, glaube der Projektleiter nicht, weil das vorliegende Werk im Vergleich zu einem gewöhnlichen Maschendrahtzaun wackeliger konstruiert ist und unten nachgibt. Das mache ein Klettern schwieriger. "Außerdem ist ein Einzelner, der über den Zaun will, kein Problem, den fangen wir schon ein. Bei mehreren Flüchtlingen hilft der Zaun auch mit 2,5 Metern", versicherte Reich.

Fotos, Fingerabdrücke, Metalldetektoren
Am Freitag waren in Spielfeld - wie schon am Mittwoch und am Donnerstag - keine Flüchtlinge angekommen. Mit Jahresbeginn sollen alle Schutzsuchenden in Spielfeld mit Foto und Fingerabdrücken registriert werden. Mit Metalldetektoren werden die Flüchtlinge und ihr Gepäck auf mögliche unerlaubte Gegenstände kontrolliert. Pro Container werden zwei Registrierungsplätze eingerichtet. In den dahinter liegenden Zelten des Roten Kreuzes werden die Menschen wie bisher versorgt, bekommen zu essen und können sich ausruhen. Das Fassungsvermögen der Zelte bleibt mit etwa 4000 Personen gleich wie in den Wochen zuvor.

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