Mo, 12. November 2018

Zeitpunkt unklar

15.12.2015 17:25

Schwangere Exfreundin erwürgt: Auslieferung

Nach dem grausigen Mord an seiner schwangeren Exfreundin in Vorarlberg - die 28-jährige Frau wurde im November erst erwürgt und anschließend angezündet - hat das Liechtensteinische Obergericht die Auslieferung des 26-jährigen verdächtigen Dominikaners bewilligt. Einen Zeitpunkt dafür könne man aber noch nicht nennen, so die Kriminalabteilung der Vorarlberger Polizei am Dienstag.

Der mutmaßliche Täter bzw. sein Anwalt hätten zwei Woche Zeit, um Beschwerde zu erheben, dann könnte sich die Auslieferung noch einige Wochen hinziehen. "Es scheint jetzt aber zumindest alles auf Schiene zu sein", hieß es dazu bei der Vorarlberger Polizei. Laut der Liechtensteinischen Staatsanwaltschaft soll die Bewilligung bereits am 10. Dezember erfolgt sein.

Danach bedürfe es noch der Bewilligung durch den Justizminister, berichtete der ORF Vorarlberg. "Sollte keine Beschwerde erhoben werden, rechne ich mit einer Übergabe gegen Ende des Jahres, spätestens Anfang 2016", sagte der leitende Staatsanwalt Robert Wallner.

Tatmotiv noch nicht restlos geklärt
Dem 26-jährigen Mann, der in Liechtenstein lebt, wird vorgeworfen, am 4. November seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung in Frastanz im Schlaf überrascht zu haben. Er soll die schwangere Frau erwürgt und damit auch das ungeborene Kind - der Dominikaner soll der Vater sein - getötet haben. Im Anschluss legte er Feuer. Ob er das tat, um die Tat zu vertuschen, sei "Spekulation", sagte Landeskriminalamtsleiter Hardy Tschofen. Auch bezüglich des Tatmotivs gibt es noch keine genauen Anhaltspunkte, die Polizei vermutet jedoch eine Beziehungstat.

Der mutmaßliche Täter befindet sich in Liechtenstein in Haft und verweigerte bisher die Aussage. Einer verkürzten Auslieferung hatte er ebenfalls nicht zugestimmt.

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