02.06.2006 13:34 |

Extreme Tierliebe

Inderin heiratet eine Kobra

Bimbala Das, Inderin aus dem ostindischen Bundesstaat Orissa, hat sich in eine Kobra verliebt und die Schlange geheiratet. "Obwohl Schlangen weder sprechen noch verstehen können, kommunizieren wir auf eine besondere Art", sagte die Dreißigjährige.

"Wann immer ich Milch in die Nähe des Ameisenhügels stelle, in dem die Kobra lebt, kommt sie heraus und trinkt sie", sagte Bimbala Das der Nachrichtenagentur PTI. Das Reptil hat ihr noch nie wehgetan. Die Verwandten der Braut sind mit ihrer Wahl zufrieden.

Bräutigam ließ sich nicht blicken
Hindu-Priester haben die rund einstündige Hochzeitszeremonie vollzogen. Da der Bräutigam in seinem Ameisenhügel blieb und nicht zu den Feierlichkeiten erschien, war er durch eine Nachbildung aus Messing vertreten worden. Ihre Verwandten werden der Frau nun eine Hütte nahe des Ameisenhügels bauen.

Aberglaube weit verbreitet
Hochzeiten zwischen Menschen und anderen Lebewesen kommen in Indien gelegentlich vor. Anders als im Fall der Kobra spielt Liebe dabei eigentlich keine Rolle. Nach Überzeugung abergläubischer Dorfbewohner und Stammesangehöriger wird mit den Hochzeiten Unglück abgewehrt. Die Eheschließung ist eher zeremonieller Art, die Ehe selber auf kurze Zeit und nicht auf Dauer angelegt.

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