Fr, 20. Juli 2018

Stürmer blüht auf

13.07.2015 17:20

Roman Wallner: Vom bösen Buben zum "Musterknaben"

Im letzten Sommer kam Roman Wallner nach Grödig, sollte die Stürmer-Probleme des Dorfklubs lösen. Nach nur zehn Einsätzen, in denen ihm zwei Tore gelangen, verbannte ihn Ex-Coach Michael Baur zu den Amateuren. Unter Peter Schöttel, seinem ehemaligen Rapid-Teamkollegen, blüht der Instinktfußballer nun wieder richtig auf.

Nach dem 1:0-Sieg Grödigs über den deutschen Bundesliga-Aufsteiger gab es für Roman Wallner Sonderapplaus von den Fans. Der tat dem 33-Jährigen ebenso gut wie sein Goldtor. "Der war sogar haltbar", scherzte er  nach dem Test. Gestärkt und voller Selbstvertrauen spielte der Steirer bisher eine starke Vorbereitung, traf schon sechsmal. "Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden, aber das darf man auch nicht überbewerten", gab sich Wallner bescheiden.

Er weiß, wovon er spricht. Denn auch vor der letzten Saison, damals unter Coach Baur, schien nach seinem Wechsel von Innsbruck zu Grödig alles gut zu laufen. Unüberbrückbare Unstimmigkeiten mit Baur, der dem Stürmer mangelnde Fitness unterstellte, führten zu seiner Verbannung in den Amateurkader.

Alles nur ein Vorwand? "Roman ist in einem körperlich sehr guten Zustand gekommen", sagte Grödigs neuer Trainer Peter Schöttel. Gemeinsam spielten sie von 1999 bis 2002 bei Rapid, kennen und schätzen sich. "Er ist, wie er ist – ein echter Instinktfußballer", lobte ihn Schöttel und sieht in seinem variablen System auf jeden Fall Platz. Der 29-fache Teamspieler wird sich mit Bernd Gschweidl im Sturmzentrum abwechseln.

"Habe viel gelernt"
Aber auch der "Musterknabe" gab sich einsichtig: "Ich habe im letzten Jahr viel gelernt. Auch ich muss mich ändern!" Nichts ändern sollte er an seinem Tor-Riecher, wegen dem ihn Grödig-Manager Haas ursprünglich geholt hat, über den Twist mit Baur wenig erfreut war: "Er weiß, wo das Tor steht!" Und solange er das nicht vergisst, wird es  noch öfter Sonderapplaus für Roman Wallner geben.

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