FIFA-Skandal

Südafrika: Millionenzahlung war “keine Bestechung”

Sport
31.05.2015 13:43
Der frühere Chef des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 hat einem Bericht zufolge eine Sonderzahlung von 10 Millionen Dollar eingeräumt. Das Geld sei jedoch entgegen einer Anklageschrift der US-Justizbehörden keine Bestechung der FIFA gewesen, sagte Danny Jordaan der Zeitung "Sunday Independent".

Der südafrikanische Sportminister und der damalige Präsident Thabo Mbeki hatten nach Bekanntwerden der Anschuldigungen am Donnerstag zunächst jegliche Sonderzahlung an die FIFA bestritten.

Jordaan zufolge wurde das Geld 2008 an die Konföderation von Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) bezahlt, um den Sport dort zu fördern. CONCACAF-Präsident war zu dem Zeitpunkt FIFA-Vizepräsident Jack Warner, der diese Woche aufgrund der Bestechungsvorwürfe der US-Justiz vorübergehend festgenommen worden war.

Jordaan, der auch Präsident des südafrikanischen Fußballverbands (SAFA) ist, sagte, das Geld sei direkt von einer Zahlung der FIFA für die Austragung der Weltmeisterschaft an SAFA genommen worden. Da Südafrika bereits 2004 den Zuschlag bekommen habe, könne es sich bei der Zahlung vier Jahre später kaum um Bestechung dafür handeln, argumentierte er weiter.

Anklageschrift gegen 14 Personen
Die US-Justizbehörden schreiben in ihrer Anklageschrift gegen 14 Personen, dass im Zuge der Bewerbung Südafrikas für die WM 2010 ein hochrangiger FIFA-Funktionär angewiesen hätte, dass zehn Millionen Dollar von einem FIFA-Konto in der Schweiz auf ein US-Konto fließen. Das Geld landete auf Konten, die von Warner kontrolliert worden sein sollen.

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