Do, 19. Juli 2018

Knalleffekt

06.04.2015 14:56

Knaller nicht mehr Admira-Coach, Lederer übernimmt

Der vierte Trainerwechsel in der laufenden Saison der Bundesliga ist seit Montag perfekt. Die Admira und Walter Knaller gehen ab sofort getrennte Wege, wie das Tabellenschlusslicht in einer Aussendung bekanntgab. Der bis 30. Juni 2016 laufende Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst, als Nachfolger bis Saisonende fungiert der bisherige Assistent Oliver Lederer.

Zuvor hatten schon Darko Milanic (Sturm Graz), Heimo Pfeifenberger (SC Wiener Neustadt) und Gerald Baumgartner (Austria) ihren Posten geräumt. Dass es nun auch Knaller erwischte, kam nach dem vergangenen Samstag nicht allzu überraschend: Die 2:3-Heimniederlage gegen Grödigtrotz Überzahl und 2:0-Führung war für die  Admiraein schwerer Schlag. "Ich habe nach dem Spiel meinen Rücktritt angeboten, und er ist angenommen worden", berichtete Knaller.

"Mannschaft braucht neuen Reiz"
Die Grödiger liegen derzeit acht Punkte vor den Niederösterreichern und sind damit wohl außer Reichweite, der Rückstand der Admira auf den Vorletzten SC Wiener Neustadt, der ein Spiel weniger ausgetragen hat, beträgt einen Zähler. Angesichts dieser Situation zog Knaller die Konsequenzen. "Wir haben viel versucht, aber trotzdem eine Negativserie hingelegt. Die Krönung war das eigentlich schon gewonnene Spiel gegen Grödig. Die Mannschaft braucht jetzt einen neuen Reiz", erklärte Knaller.

Der Kärntner wechselte im September 2013 vom Posten des Admira-Akademieleiters zur Kampfmannschaft. Sein damaliger Vorgänger und nunmehriger Nachfolger Lederer verfügt nicht über die Trainer-Pro-Lizenz. Aufgrund einer Übergangsfrist darf Lederer bis Sommer als Hauptverantwortlicher arbeiten, danach aber muss die Admira einen Trainer engagieren, der - im Gegensatz zum 37-Jährigen - über die vorgeschriebene Trainer-Pro-Lizenz verfügt.

"Bin niemandem böse"
Knaller betonte nach seinem Abschied: "Ich bin niemandem böse und mache das aus Verantwortung und der Situation angepasst." Mit Lederer habe es keinerlei Differenzen gegeben, "auch wenn natürlich oft ein Kompromiss gefunden werden musste".

Laut Knaller ist es möglich, dass er dem Klub in einer anderen Funktion erhalten bleibt. "Aber sicher nicht als Akademieleiter. Darüber werden wir reden, wenn sich die Wogen geglättet haben. Jetzt möchte ich mich einmal für ein oder zwei Wochen ausruhen", sagte der 57-Jährige, der noch lange nicht in Pension gehen will. "Ich bin nach wie vor on fire, möchte im Fußball bleiben und habe ein riesiges Potenzial an Erfahrung und Wissen", erklärte der frühere Stürmer.

Lederer leitete bereits am Montag als neuer Chefcoach das Training, sein Assistent wird Ex-Profi Michael Horvath. "Der Beschluss, die sportliche Letztentscheidung in die Hand einer einzigen Person zu legen, soll klarere Entscheidungen ohne Kompromisse ermöglichen", hieß es in der Admira-Aussendung.

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