Geldsorgen

Sturm benötigt 1,5 Millionen Euro

Fußball
16.03.2006 14:11
Sportlich läuft es für den SK Sturm in diesem Jahr mit einem Sieg und drei Remis bisher ganz gut, doch offenbar schmerzt wieder der finanzielle Schuh. Die Grazer sollen in Sachen Lizenzierungsverfahren einen zweiwöchigen Aufschub erhalten haben. "Wir benötigen 1,5 Millionen Euro, um bis Ende Juni über die Runden zu kommen", sagte Präsident Hannes Kartnig.

Der wortgewaltige Chef des aktuellen Tabellenachten war erst vor Kurzem von einer Weltreise zurückgekehrt und müsse erst die Unterlagen durchschauen. Die Tour um den Globus, die seine Gattin und er von Frank Stronach geschenkt bekommen habe, führte Kartnig auch zu seinem Trauzeugen nach Kanada. "Frank und ich haben auch über Sturm gesprochen. Er weiß von unseren finanziellen Problemen und wird genau schauen, wer den Verein in Zukunft führt. Dann entscheidet er über etwaige Hilfe", sagte der Sturm-Boss.

Kartnig fühlt sich von "blinden Fanatikern" beschimpft und vernadert. "Intern werde ich angeschwärzt und dann soll ich auch noch brennen. Mit mir nicht mehr. Wenn ich weg bin, ist Sturm aber hin", sagte er. Auf die Frage, wie es mit dem Verein weitergehe, antwortete der Präsident. "Wir müssen neue Strukturen schaffen. Ich denke an ein Dreier-Präsidium. Ich mache nur weiter, wenn im Vorstand ab sofort Einigung herrscht. Sonst bin ich weg."

Bis 15. März mussten jene Vereine, die 2006/07 im heimischen Profi-Fußball (T-Mobile- und Red Zac-Liga) mitspielen wollen oder sich in den Regionalligen Hoffnungen auf den Aufstieg machen, ihre Anträge für das Lizenzierungsverfahren eingereicht haben. Bis 28. April wird der Senat V der Bundesliga als erste Instanz über die Lizenzvergabe entscheiden.

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