Nach Tournee und WM

Kristallkugel im Visier: Kraft noch nicht müde

Sport
02.03.2015 09:57
Stefan Kraft gehen in seiner ersten Saison im Kreis der Skisprung-Elite die Ziele nicht aus. Nach dem Tourneesieg und dem Gewinn von zwei WM-Medaillen gilt die Konzentration des 21-Jährigen nun dem Gesamt-Weltcup. "Ich hoffe, dass ich bis zum Schluss in Planica ganz vorne mitmischen kann und vielleicht ein Happy End herausschaut. Ich bin noch topfit", versicherte der Salzburger.

Nach Silber mit dem ÖSV-Team sprühte der Salzburger vor Ehrgeiz. "Ich fühle mich oben im Norden sehr wohl und mag die Schanzen dort sehr gerne. Da werde ich noch einmal angreifen", betonte Kraft. Sieben Konkurrenzen stehen noch aus und der aktuelle Gesamt-Zweite hat 57 Punkte Rückstand auf den Slowenen Peter Prevc. Weltmeister Severin Freund (GER) liegt als Dritter 102 Punkte hinter der Spitze.

Nächster Schauplatz: Lahti
Schon am Donnerstag fliegt das ÖSV-Sextett zu den 90. Skispielen nach Lahti, den Schauplatz der nächsten WM im Jahr 2017, wo auch die Nordischen Kombinierer und die Langläufer engagiert sind. Für Michael Hayböck und Gregor Schlierenzauer geht es dort um die Bestätigung des jüngsten Aufwärtstrends.

"Ich habe schon gezeigt, dass ich noch besser Skispringen kann als in Falun. Es gibt Schanzen, die ich lieber mag", erklärte Hayböck. Der Oberösterreicher, der wie Kraft im WM-Winter schon das Gelbe Trikot getragen hat, weiß, was auf die "Adler" zukommt. "Die nächste Woche wird sehr anstrengend, wenn wir in sieben Tagen sechs Wettkämpfe haben." Von den - auch negativen - Erfahrungen bei der WM werde er jedenfalls profitieren, meinte Hayböck. "Das wird für meine weitere Karriere nicht schlecht sein."

Schlierenzauer will Saison gut beenden
Schlierenzauer betonte, er sei trotz des kleinen Aha-Erlebnisses bei der WM noch nicht am Ziel. "Jetzt gilt es, die Saison gut zu beenden", sagte der Rekord-Gewinner im Weltcup. Danach will er über den Sommer mit einem klaren Konzept wieder zu seinen Spitzensprüngen finden. "Dann bin ich mir sicher, dass ich dann wieder ganz gut bin, vor allem konstant gut."

Kombi-Weltmeister Bernhard Gruber nützte nach dem Empfang auf dem Salzburger Flughafen einige Tage im Gasteinertal zur Regeneration. Schon in Lahti ist der 32-Jährige wieder gefordert. "Aber ich freue mich auf die restliche Saison. Es wäre lässig, wenn ich den zweiten Platz im Gesamtweltcup verteidigen könnte", sagte Gruber. "Da war ich noch nie auf dem Stockerl, das wäre ein Ziel von mir."

Die Kristallkugel scheint drei Bewerbe vor Saisonende vergeben. Der Deutsche Eric Frenzel wird angesichts von 241 Punkten Vorsprung die Trophäe zum dritten Mal in Folge erobern.

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