Mi, 15. August 2018

Keine Verletzungen

22.02.2015 17:16

Alonso-Crash bei Tests: Entwarnung um Superstar

Große Sorge und Rätselraten herrschten nach einem Unfall bei den Formel-1-Tests in Barcelona. Der zweifache Weltmeister und Lokalmatador Fernando Alonso wurde nach dem Crash minutenlang an der Strecke behandelt und mit dem Rettungshelikopter ins Spital gebracht. Vier Stunden später kam aber vom McLaren-Team endlich die Entwarnung: Er hat keine ernsthaften Verletzungen. Die Ursache des Unfalls bleibt aber offen.

In Kurve vier krachte Fernando Alonso mit seinem McLaren-Honda in die Mauer. Sebastian Vettel, der direkt hinter ihm gefahren war: "Es sah gar nicht wie ein echter Unfall aus, das Tempo war mit etwa 150 km/h auch nicht sehr hoch, aber er ist mehrmals in die Mauer gekracht. Es wirkte sehr komisch."

Zunächst war unklar, ob technisches Versagen oder ein Fahrfehler des zweimaligen Weltmeisters Ursache für den Unfall war.

Das Rätsel wurde umso größer, als die Rettungsmaßnahmen bei Alonso sofort mit einem großen Tuch abgedeckt wurden und auch nicht bekannt gegeben wurde, in welches Spital der Spanier mit dem Helikopter geflogen wurde. Alonsos Manager Luis Garcia Abad wollte nicht bestätigen, dass der 33-Jährige kurzzeitig das Bewusstsein verloren hatte. Zeugen berichteten, Alonso sei für mehrere Minuten nicht ansprechbar gewesen.

Alonso bleibt Nacht im Spital
Gegen 17.15 Uhr kam aber vom McLaren-Team endlich die Entwarnung: Der 33-jährige Spanier sei in einem "guten Zustand". Der Abtransport ins Krankenhaus sei nur als Vorsichtsmaßnahme veranlasst worden. Alonso muss auch die Nacht zur weiteren Beobachtung in der Klinik verbringen, teilte McLaren-Renndirektor Eric Boullier mit.

Immer wieder Probleme
Bei den bisherigen Tests hatte McLaren mit dem neuen Motorenpartner Honda immer wieder technische Probleme beklagt und konnte daher viel weniger Übungsrunden drehen als geplant. Nach Alonsos Crash beendete der Rennstall sein Testprogramm am Sonntag vorzeitig. Zur Vorbereitung auf die neue Saison bleiben allen Teams nun nur noch die finalen vier Probetage in Barcelona Ende dieser Woche.

Schnellster am Sonntag war der französische Lotus-Pilot Romain Grosjean. Schon am Donnerstag und am Samstag hatte sein Teamkollege Pastor Maldonado aus Venezuela die Tagesbestzeit aufgestellt. Nur am Freitag war Red Bull dank des Australiers Daniel Ricciardo vorne gelegen.

Sonntag-Ergebnisse Formel-1-Testfahrten, Barcelona: 1. Romain Grosjean (FRA) Lotus-Mercedes 1:24,067 Minuten (111 Runden) - 2. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:24,321 (129) - 3. Daniil Kwijat (RUS) Red-Bull-Renault 1:24,941 (102) - 4. Felipe Nasr (BRA) Sauber-Ferrari 1:24,956 (73) - 5. Valtteri Bottas (FIN) Williams-Mercedes 1:25,345 (127) - 6. Carlos Sainz Jr (ESP) Toro-Rosso-Renault 1:25,604 (88) - 7. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 1:26,312 (74) - 8. Nico Hülkenberg (GER) Force-India-Mercedes 1:26,591 (36) - 9. Fernando Alonso (ESP) McLaren-Honda 1:27.956 (20).

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