Vikersund-Skifliegen

Weltrekord von Prevc im Skifliegen: 250 Meter!

Sport
14.02.2015 17:53
Mit dem letzten Sprung der Konkurrenz hat der Slowene Peter Prevc am Samstag in Vikersund einen neuen Weltrekord im Skifliegen fixiert. Der 22-Jährige segelte als Halbzeit-Spitzenreiter bis auf 250 m und verbesserte damit die vier Jahre alte Bestmarke des Norwegers Johan Remen Evensen um 3,5 Meter. Zudem übernahm Prevc vom abwesenden Salzburger Stefan Kraft die Weltcup-Gesamtführung.

Prevc stach mit seinem Flug in die Geschichtsbücher auch die starken Lokalmatadore aus. Nach 237,5 m im ersten Durchgang feierte der Athlet aus Kranj seinen fünften Weltcupsieg und hatte 14,5 Punkte Vorsprung auf Anders Fannemel (236/238,5 m). Der Norweger hatte am Vortag in der Qualifikation 246 m erreicht.

"Vierer-Pack" für Prevc
Dieses Duo flog der Konkurrenz, die vom Japaner Noriaki Kasai (218,5/225) und dem deutschen Weltmeister und Kulm-Sieger Severin Freund (210/219,5) angeführt wurde, klar davon. Prevc, der eine Traummarke erreichte, durfte sogar über einen "Vierer-Pack" jubeln: Sieg, Weltrekord, Weltcupführung und zudem gemeinsam mit Freund als Pokalverteidiger Platz eins im Skiflug-Weltcup.

Seinen ersten Weltcupsieg hatte der jeweils zweifache Medaillengewinner bei WM 2013 und Olympia 2014 vor einem Jahr auf der Kulmschanze gefeiert. Mit dem zweiten der Saison zog er in der Gesamtwertung an Kraft vorbei. Dieser hatte mit den ÖSV-WM-Teilnehmern ein Normalschanzen-Training in Villach absolviert und den Verlust des Gelben Trikots wohl erwartet. "Die Pause ist sehr wichtig. Die Saison ist noch lange, es kommen noch viele Wettkämpfe", sagte der Tourneesieger in Villach dem ORF-Fernsehen.

Ulrich Wohlgenannt bester Österreicher
Manuel Poppinger war als einziger ÖSV-WM-Teilnehmer in Norwegen dabei, vermochte seine Vorzüge im Fliegen aber nicht wie erhofft zur Geltung zu bringen. Nach 215 m im Probedurchgang musste sich der Tiroler mit dem 24. Platz (187/190 m) begnügen. Er war damit zweitbester Österreicher hinter dem Debütanten Ulrich Wohlgenannt (187/194), der an 22. Stelle landete. Simon Greiderer hatte als 34. die Qualifikation für das Finale verpasst.

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