Nach dem Kinasewich-Ende wird bei den Innsbrucker Haien eine interne Trainer-Lösung präferiert – mit U20-Trainer Ville Kolppanen. Dazu soll auch ein neuer Stürmer bei den Tirolern andocken.
„Schwer zu sagen, was da passiert ist.“ Doch Günther Hanschitz wurde zum Handeln gezwungen – weil seine Innsbrucker Haie in die Bedeutungslosigkeit der ICE-Hockey-League abzutauchen drohen!
Der Leistungsabfall jedenfalls ist hausgemacht – denn der Kader würde mehr hergeben als es aktuell seit Wochen geschieht. Ex-Coach Ryan Kinasewich brachte mit dem permanenten „Durchmischen“ der Linien nie Konstanz in die Truppe, verlor daher zuletzt auch das Vertrauen seiner Mannschaft. Es soll in dieser Phase auch drei Krisen-Sitzungen gegeben haben.
Das ist die eine Wahrheit. Der anderen müssen sich die Cracks selber stellen: Die Leistungsträger sind von ihrer Form ein Stück entfernt, gegen Pustertal wurden 16 Minuten Powerplay (darunter 83 Sekunden fünf gegen drei) verschenkt, kassierte man zu allem Überdruss den Ausgleichstreffer in Überzahl – als Trainer ist man nur „Passagier“
Wer wird der Neue?
Nun muss General Manager Hanschitz schnell den Ersatz für Kinasewich und Co Flo Pedevilla finden – der Markt ist jedenfalls prall gefüllt. Fündig wird er höchstwahrscheinlich auch aus finanziellen Gründen in den eigenen Reihen: Ville Kolppanen, der 34-jährige U-20-Trainer & Tormann-Beauftragte der Kampfmannschaft, ist die Wunsch-Option! „Wir sind das Risiko schon einmal eingegangen – und Mitch O’Keefe (Anm.: Ice Tigers Nürnberg) machte eine tolle Karriere.“ Dazu könnte Florian Stern als sein „Co“ aufsteigen.
Mehr Power für die Offensive
Sicher ist, dass die Haie Kader-Zuwachs erhalten werden – der zehnte Legionärsplatz soll besetzt werden. „Wir sind auf der Suche nach einem Stürmer“, gesteht Hanschitz, „es muss eben aber auch das Preis-Leistungs-Verhältnis passen.“
Mit neuem Elan soll der Bock umgestoßen werden. Schon jetzt – mit wem auch immer auf der Trainer-Bank – ist aber klar: Leicht wird das nicht. Denn das Auswärtsdoppel nächste Woche (Klagenfurt, Laibach) ist kein leichtes.
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