Mi, 15. August 2018

Favorit in Hochform

22.01.2015 13:21

Kjetil Jansrud auch im zweiten "Kitz"-Training top

Kjetil Jansrud hat sich endgültig als Topfavorit für den Abfahrts-Klassiker am Samstag in Kitzbühel etabliert. Wie schon am Dienstag war der Norweger auch Donnerstag beim letzten Probegalopp auf der Streif mit 1:54,71 Minuten Schnellster. Trotz eines Fehlers im Schlussteil lag Jansrud am Ende 0,20 Sekunden vor dem Südtiroler Christof Innerhofer bzw. 0,47 vor ÖSV-Ass Matthias Mayer und Didier Defago (Schweiz).

Innerhofer war im ersten Training schwer gestürzt und erzielte seine Spitzenzeit im Abschlusstraining trotz eines Schleudertraumas. Stark präsentierte sich auch der erst im November an der Bandscheibe operierte US-Altstar Bode Miller, der unmittelbar vor Vorjahressieger Hannes Reichelt mit nur 0,67 Sekunden Rückstand auf Jansrud Sechstschnellster war.

Reichelt hatte vor dem Steilhang bei Sonnenschein und guten Pisten-Bedingungen ebenso eine krasse Schrecksekunde zu überstehen wie Jansrud im Finish. Der Österreicher war am Dienstag noch Zweiter hinter Jansrud gewesen, diesmal musste sich der Salzburger nach einem Fehler in der buckeligen Anfahrt zum Steilhang auf dem Innenski aus einer haarigen Situation retten, um Siebter zu werden. "Da habe ich an Innerhofer denken müssen. Mir ist das Herz stehen geblieben", gestand Reichelt.

Innerhofer fuhr trotz Sturz "volle Kanone"
Innerhofer war ebendort wild in die Streckenbegrenzung geflogen und konnte diesmal nur dank Schmerzmittel antreten. "Ich bin heute trotzdem volle Kanone gefahren, um mir Selbstvertrauen zu holen", erklärte der Südtiroler. Reichelt vermied nur mit Mühe einen ähnlichen Sturz. "Da habe ich echt Glück gehabt", gestand er, hakte das Thema aber schnell ab. "Die Marschrichtung passt. Aber solche Schnitzer darf ich am Samstag nicht machen."

Auch Jansrud hatte Riesenglück, als er nach dem Sprung in die letzte Kompression auf einem Ski aufkam, aber bei 135 km/h akrobatisch korrigierte. "Ich hatte etwas Rücklage, das war natürlich nicht optimal. Zum Glück ist alles gut gegangen", meinte der Norweger.

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