Mi, 15. August 2018

"Vorsorglich"

01.01.2015 13:15

Automaten-Verbot in Wien: Novomatic sperrt Geräte

Der Glücksspielkonzern Novomatic will nun offenbar doch keine Geldstrafen riskieren und beugt sich - zumindest vorerst - dem Verbot von Glücksspielautomaten in Wien, das mit Jahreswechsel in Kraft tritt. Die in Wien tätigen Novomatic-Firmen hätten alle betroffenen Automaten um Mitternacht "vorübergehend und vorsorglich" außer Betrieb genommen.

Die Automatenbetreiber halten das Verbot für unrechtmäßig und verweisen auf gültige Konzessionen. Die meisten Betreiber hatten daher angekündigt, ihre Automaten trotz des Verbots stehen zu lassen. Die Finanzpolizei bereitet sich deswegen schon auf Razzien vor - Betreibern droht eine Strafe von 22.000 Euro pro Gerät.

"Sehen uns gezwungen, Betrieb einzustellen"
Nun steckt Novomatic aber zurück. "Es hat sich zu dieser Entscheidung um ein Abwägen von juristischen, wirtschaftlichen und unternehmenspolitischen Gründen gehandelt", sagte Vorstandschef Harald Neumann. "Auf Grund der aus unserer Sicht unrechtmäßigen Reaktionen und Androhungen der Behörden und Teilen der Politik sehen wir uns nach Abwägung aller Konzerninteressen dazu gezwungen, vorerst den Betrieb von Glücksspielautomaten in Wien einzustellen."

Die Rechtsposition von Novomatic bleibe unabhängig davon aufrecht, sämtliche verfügbaren Rechtsmittel seien bereits eingebracht worden. Jene Wiener Filialen, in denen auch Sportwetten und Gastronomie angeboten werden, würden diese Angebote unabhängig von der Abschaltung der Glücksspielautomaten weiter aufrechterhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.