Festnahmen in Italien:

„Solche Leute wollen wir beim Eishockey nicht!“

Eishockey
13.10.2026 17:00

Mit breiter Brust reisen die Black Wings am Freitag nach Salzburg, bevor es am Sonntag nach Bozen geht: Eishockey-Linz ist nach fünf Siegen in Folge Tabellenzweiter der win2day ICE Hockey League. In welcher Tumulte beim Italo-Duell Mailand – Bozen Ligamanager Christian Feichtinger plagen.

Einem 5:3 in Budapest, 3:2 n.V. über Graz und 6:1 über den KAC folgten letzte Woche das 5:2 über Pustertal und das Sonntag-4:1 in Vorarlberg! „Witzig genug: Das dritte Drittel, das wir 0:1 verloren haben, hat mir am besten gefallen. Am Ende bin ich zufrieden, haben wir diese Woche sechs von sechs Punkte geholt“, sagte Black-Wings-Coach Phil Lukas, dessen Mannen mit Sieg Nr. 5 in Serie zu Leader HC Bozen aufgeschlossen haben.

Fünf Siege in Serie: Bei den Black Wings (io Knott) läuft’s.
Fünf Siege in Serie: Bei den Black Wings (io Knott) läuft’s.(Bild: BWL/Reinhard Eisenbauer)

Spiel mit Top-Stimmung folgten Ausschreitungen
Der HCB gastierte nun vor 200 Mitgereisten und insgesamt 3750 Tifosi in der neuen und ausverkauften Arena von ICEHL-Neuling Mailand. „Die Stimmung war im positivsten Sinne unfassbar, das werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagt Liga-Manager Christian Feichtinger, der einen 4:3-Sieg nach Verlängerung des HCB sah. Doch nach dem ersten Duell von Italiens bedeutendsten Eishockey-Städten seit 14 Jahren und dem als Hochrisikospiel eingestuften Spiel kam’s zu Ausschreitungen, wie man sie in Österreichs Eishockey nicht kennt.

Lange Stadionsperren
Mailand-Ultras attackierten auf öffentlicher Straße einen Bus mit Bozen-Anhängern.  „Es gab keine Verletzten, eine Scheibe kam zu Bruch“, so Feichtinger, der zudem von der Festnahme von vier Personen berichtet, die wohl Heimteam Mailand zugeordnet werden können.

Zitat Icon

Der Verein ist nicht verantwortlich, hatte alles gut vorbereitet. Die Polizei war mit rund 200 Mann vor Ort. Warum es trotzdem passieren konnte, wird ermittelt.

ICEHL-Manager Christian FEICHTINGER

Liga-Manager stinksauer
Der Ebenseer weiter: „Der Verein ist nicht verantwortlich, hatte alles gut vorbereitet. Die Polizei war mit rund 200 Mann vor Ort – warum es trotzdem passieren konnte, wird ermittelt.“ Feichtinger fuchsteufelswild: Solche Leute wollen wir beim Eishockey nicht haben, sie werden sehr lange keine Halle mehr von innen sehen.“ 

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