Mi, 20. Juni 2018

"Krone"-Ombudsfrau

22.12.2014 13:15

Brandeinsatz: Nachbarn bleiben auf Kosten sitzen

Weil es auf dem Nachbargrundstück gebrannt hat, ist der Zaun von Familie P. aus Wien nun kaputt. Die Feuerwehr musste mit dem Bolzenschneider arbeiten, um sich Zutritt zum Brandort zu verschaffen. Die Reparaturkosten will niemand übernehmen!

Rund 900 Euro muss Familie P. bezahlen, um die Schäden an ihrem Gartenzaun zu beseitigen. In einer Nacht im Juli war am unbewohnten Nachbargrundstück ein Feuer ausgebrochen. "Die Feuerwehr öffnete unsere Gartentür, überquerte unser Grundstück und hat dann mittels Bolzenschneider unseren Zaun aufgeschnitten, um den Brand bekämpfen zu können", schildert Herr P.

Er wandte sich danach sowohl an seine eigene Versicherung als auch an die Versicherung der Wiener Berufsfeuerwehr. Seither spielen die beteiligten Stellen Pingpong mit ihm. Laut seiner Haushaltsversicherung Uniqa muss für den kaputten Zaun der Familie die Feuerversicherung des Nachbarn aufkommen oder der Schadenersatz direkt mit der Feuerwehr geklärt werden.

Die Wiener Städtische Versicherung als Haftpflichtversicherer der Wiener Berufsfeuerwehr fühlt sich ebenfalls nicht zuständig. Die Beschädigung des Zaunes zur Brandbekämpfung sei notwendig gewesen. Deshalb müsse die Feuerwehr nicht für die Kosten aufkommen. Und auch der Nachbar selbst sieht keinen Grund, Familie P. die Reparatur zu bezahlen. Er habe den Brand nicht verursacht, sondern sei selbst Opfer einer Straftat geworden, wie er der Ombudsfrau über seinen Rechtsanwalt ausrichten ließ.

Ihre Ombudsfrau empfindet es als Riesensauerei, die Unschuldigen mit allen Kosten im Stich zu lassen. Das kann's einfach nicht sein!

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