Die deutsche „Bild“ will einen „holprigen Start“ erkannt haben; die spanische „AS“ diagnostiziert, dass die das Werkl „nicht in Gang“ kommt; und die französische „L‘Equipe“ erkennt sogar ein „frustriertes“ Deutschland. Kurz: Die Ära Jürgen Klopp beim DFB wird international noch nicht als durchschlagender Erfolg kategorisiert.
Stimmt schon, Experten wie Kolumnisten scheinen sich in Deutschland trotz mäßiger Ergebnisse (vier Spiele, zwei Unentschieden, ein Sieg, eine Niederlage) weitgehend einig: Klopp macht vieles, fast alles besser als sein Vorgänger Julian Nagelsmann. Nimmt seine Spieler in Schutz; verbreitet viel mehr Optimismus; wirkt bei Pressekonferenzen lebendiger; herzt seine Stars; vermittelt ihnen ein Gefühl der Geborgenheit; sucht aktiv den Kontakt zu Bundesliga-Klubs und -Trainern. So der allgemeine Tenor. Der Topf der Vorschusslorbeeren ist noch reichlich gefüllt. „Jürgen Klopp hat für jede Position eine Auswahl an sehr, sehr guten Spielern. Ich glaube, wir haben das Potenzial, mit dieser Nationalmannschaft viel Freude zu haben“, sagt etwa RTL-Experte Lothar Matthäus auch nach dem 0:0 Deutschlands gegen Griechenland.
„Durchwachsener Start“
Uneingeschränkte Euphorie will sich aber trotzdem nicht breit machen. Die „Bild“ schreibt von einem „holprigen Start“ in die Ära Klopp. Gegen Griechenland ortete sie einen „ordentlichen, aber torlosen Auftritt – und damit einen durchwachsenen Start für Klopp“.
„Frustriert“
Und die internationale Presse? Schießt keineswegs scharf gegen Klopp, bricht aber auch nicht in uneingeschränkten Jubel aus. „Knochenharte Griechen ärgern Klopp schon wieder“, titelt etwa der Schweizer „Blick“. Die spanische „AS“ will „die Klopp-Ära nicht in Gang kommen“ sehen. Die französische „L‘Equipe“ sah gar ein „frustriertes Deutschland“. Und weiter: „Jürgen Klopps Mannschaft, die in der ersten Halbzeit dominierte, in der zweiten jedoch schwächelte, kam in Griechenland nicht über ein Unentschieden hinaus. In seinen ersten vier Spielen hat der neue Nationaltrainer nur fünf von zwölf möglichen Punkten geholt.“
Und die Griechen feiern ihre Helden. Das Medium „Ta Nea“ sah gegen Deutschland einen „heldenhaften Punkt für die (griechische, Anm.) Nationalmannschaft“. Und „To Vima“ feiert „einen Punkt, der Gold wert sein könnte“.
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