Die Drohneneinheit der Polizei ist am Frequency-Festival in St. Pölten rund um die Uhr im Einsatz. Am heutigen Abreisetag werden etwa die Fahrzeugströme gelenkt. Aber auch Skurriles war schon dabei.
Ihnen entgeht nichts. Sie haben aus der Luft alles im Blick. Was vom Boden oft unmöglich wäre, gelingt ihnen in Sekundenschnelle: Die Drohnenpiloten der Polizei sind auch am Frequency-Festival in St. Pölten im Einsatz. Jeweils zwei Teams mit zwei Beamten versehen vor Ort ihren Dienst.
Die Livebilder der Drohnen werden in die Einsatzzentrale übertragen. So werden Besucherströme beobachtet und Abgängige, Kriminelle oder Verletzte ausfindig gemacht.
Schnelle Suche nach Verletzten
Wie etwa im Fall einer Festivalbesucherin, die sich bei einem feuchtfröhlichen Abstecher querfeldein beim Überklettern eines Zaunes massiv an der Hand verletzte. Der Notruf ging ein, doch die stark blutende Frau hatte keine Ahnung, wo sie war. Per Drohne wurden sie und ihr Freund schnell gefunden und die Rettungskräfte mit Scheinwerfer zur Position gelotst.
Aber auch Skurriles war schon dabei: Etwa Künstler, die drohten, ihr Konzert abzusagen, falls eine Drohne fliegen sollte. Und auch unerlaubte Flüge etwa von Privaten werden mittels Drohnenabwehr beendet. „Die Verbindung wird unterbrochen und die Drohne gelandet“, erklärt Drohnenkoordinator Jakob Kern.
Mit Sicherheitsverdienstpreis ausgezeichnet
Doch was sehen die Profis auf ihren Monitoren? „Wir erkennen sofort, was ein Reh, ein Stein oder ein Mensch ist – vor allem auch im Wärmebildmodus. Beim Lotsen von Kollegen muss man bei den Richtungsanweisungen dafür schnell umdenken“, so Kern. Für die mehr als 1000 Einsätze pro Jahr wurden sie heuer mit dem niederösterreichischen Sicherheitsverdienstpreis ausgezeichnet.
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