Sonne, Meer und Dolce Vita: Unzählige Österreicher zieht es jedes Jahr an die Traumstrände oder in die Metropolen Italiens. Doch am Weg dorthin lauert für Autofahrer jetzt eine neue Kostenfalle ...
Auf immer mehr Autobahnabschnitten im Stiefelstaat gibt es keine Mautschranken mehr. Stattdessen setzt Italien auf das sogenannte Free-Flow-System. Kameras und Sensoren erfassen das Kennzeichen, die gefahrene Strecke wird automatisch registriert. Wer keinen Telepass oder anderen elektronischen Mautdienst nutzt, muss die Maut selbst innerhalb von 15 Tagen begleichen.
Betroffen sind unter anderem die A36 in der Lombardei, die A33 zwischen Asti und Cuneo sowie die A59 bei Como und die A60 bei Varese. Seit heuer im März gilt das System außerdem auf einem Abschnitt der A21 südlich von Brescia.
Achten Sie bei schrankenlosen Mautsystemen darauf, dass Sie die Maut fristgerecht entrichten.
Der ÖAMTC
Strafen von bis zu 344 Euro können blühen
Wer die Zahlung vergisst, bekommt nicht automatisch eine Rechnung. Nach Ablauf der Frist kann eine Zahlungsaufforderung folgen. Wird auch diese ignoriert, droht ein Bußgeld von 87 bis satten 344 Euro – zusätzlich zur offenen Maut und möglichen weiteren Kosten.
Der ÖAMTC warnt: „Achten Sie bei schrankenlosen Mautsystemen darauf, dass Sie die Maut fristgerecht entrichten.“ Offene Mautforderungen können laut dem Automobilclub zehn Jahre bestehen und durch Strafbeträge sowie Inkassokosten noch deutlich teurer werden.
Auch an herkömmlichen Mautstellen gilt Vorsicht: Eine bereits geöffnete Schranke bedeutet nicht automatisch, dass die Fahrt kostenlos ist. Wer einfach ohne zu zahlen durchfährt, muss die Maut nachträglich begleichen.
Vorsicht bei Forderungen von Betrügern
Zusätzliche Gefahr droht im Internet: Immer wieder kursieren gefälschte SMS, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten, die angeblich eine offene italienische Maut einfordern. Nicht auf Zahlungslinks klicken! Ob tatsächlich eine Forderung besteht, kann man über die offiziellen Websites oder Apps der jeweiligen Autobahnbetreiber prüfen.
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