Nach heißem Sommer

Störche heuer früh wie nie auf dem Weg nach Afrika

Steiermark
22.08.2026 18:00

Zahlreiche Störche aus der Steiermark sind bereits auf dem Weg in den Süden. Immer mehr Tiere überwintern aber auch bei uns. Storchenexperte Helmut Rosenthaler erklärt, welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Am steirischen Himmel herrscht bereits seit einigen Wochen reger Flugverkehr. Grund dafür sind die Störche, die dieses Jahr besonders früh in ihr Winterquartier nach Afrika aufgebrochen sind. „Die Gruppen haben sich bereits Anfang August versammelt und sind gestartet. Das ist so früh wie noch nie“, weiß Storchenexperte Helmut Rosenthaler von der Storchenstation im südsteirischen Tillmitsch.

Die Ursache für den frühen Aufbruch kennt der Experte nicht, aber er hat eine Vermutung: „Ich glaube, dass das Wetter schlechter wird. Die Tiere spüren das ja und sind darum einfach schon früher losgeflogen.“

Helmut Rosenthaler kümmert sich seit vielen Jahren in seiner Storchenstation um verletzte und ...
Helmut Rosenthaler kümmert sich seit vielen Jahren in seiner Storchenstation um verletzte und flugunfähige Vögel.(Bild: Christian Jauschowetz)

Immer mehr Störche überwintern hier
35 Vögel haben die steirische Auffangstation bereits verlassen, 25 verweilen noch in Tillmitsch. „Vielleicht macht sich der eine oder andere noch auf den Weg, 18 davon sind aber nicht mehr flugfähig, die bleiben bestimmt“, erzählt Rosenthaler.

In den vergangenen Jahren konnte überhaupt beobachtet werden, dass immer mehr Tiere in Österreich überwintern: „Jedes Jahr bleiben mehr Störche da. Die müssen dann zugefüttert werden, weil sie zu wenig Futter finden.“

Hitze machte Störchen Leben schwer
Für diese Arbeit finden sich zum Glück genügend Freiwillige. In jedem steirischen Bezirk gibt es nämlich Menschen, die die Vögel betreuen: „Die Steiermark hat hier eine echte Vorzeigegemeinschaft. Es gibt so viele Leute, die sich kümmern und sorgen“, betont der Experte.

Gegen die Hitze und Trockenheit konnten aber auch die Betreuer nichts ausrichten: „Die Störche haben gelitten. Viele Jungvögel sind leider verhungert. Viele Tiere sind dann auch unterernährt bei uns in der Station gelandet, wo wir sie wieder aufgepäppelt haben.“ Erst am Samstag holte Rosenthaler eine völlig abgemagerte Storchendame aus Fürstenfeld zu ihm: „Die junge Dame kommt aus Ungarn und hat sich verirrt. Sie ist anstatt in Richtung Süden nach Norden geflogen und findet nun kein Futter. Wir kümmern uns jetzt um sie.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung