Löschflugzeuge

Neue Waffe gegen Waldbrände ist schon im Anflug

Österreich
22.08.2026 07:00

Die nächsten Transportflieger des Bundesheeres werden ab 2028 auch als Löschflugzeuge eingesetzt. Möglich macht das ein System namens MAFFS II.  

Hilfe für die derzeit leidgeprüften Feuerwehren des Landes wird künftig immer öfter aus der Luft kommen. Ab 2028 werden die neuen C-390-Transportflugzeuge (Bild oben) für das Bundesheer eintreffen, und mit ihnen auch eigene Module zur Brandbekämpfung, die bei Bedarf in die Flieger eingebaut werden können. Wie sie funktionieren, hat sich die „Krone“ von Experten des Bundesheeres erklären lassen:

  • Bereits bei der Beschaffung wurde für zwei der vier Maschinen das Waldbrandbekämpfungssystem MAFFS II mitbestellt. Damit können pro Container bis zu 11.000 Liter Löschmittel aufgenommen und innerhalb von rund vier Sekunden über einem Brandgebiet verteilt werden.
Der gewaltige Tank im Inneren des Fliegers, der innerhalb von vier Stunden eingebaut werden ...
Der gewaltige Tank im Inneren des Fliegers, der innerhalb von vier Stunden eingebaut werden kann.(Bild: Embraer)
  • Das System passt auf Paletten und kann innerhalb von vier Stunden eingebaut werden. Anders als Hubschrauber mit sogenannten „Bambi Buckets“ muss die C-390 zum Befüllen des Systems landen und benötigt geeignete Start- und Landemöglichkeiten in der Umgebung – dafür kann sie knapp das Vierfache von dem aufnehmen, was der stärkste Hubschrauber schafft. Die Wiederauffüllung der Tanks am Boden dauert etwas weniger als 12 Minuten, berichtet Militär Aktuell.
Statt der normalen Kabinentür wird die Düse an der Seite angebracht.
Statt der normalen Kabinentür wird die Düse an der Seite angebracht.(Bild: Embraer)
  • Die Flugzeuge können mit dem System entweder Wasser aufnehmen und direkt über dem Brand abwerfen. Oder brandverzögernde Chemikalien über Wäldern verteilen, die akut von Flammen bedroht werden. Versprüht wird mittels einer Düse, die statt einer Kabinentür außen eingesetzt wird.

Der Einsatz der neuen Maschinen wird wohl nicht an unseren Landesgrenzen enden: „Mit dem neuen System können wir in Zukunft nicht nur im Inland, sondern auch unseren Nachbarn bei der Waldbrandbekämpfung helfen“, so der Chef der Luftstreitkräfte, Gerfried Promberger, im „Krone“-Gespräch. Erst im November 2021 war Österreich selbst auf internationale Hilfe angewiesen, als zwei italienische Löschflugzeuge in der Neuen Donau „tankten“, um den Rax-Brand zu löschen. 

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