Di, 14. August 2018

"Wut auf alles"

17.10.2014 13:14

Brasilien: 26-Jähriger gestand 39 Morde

Von seinem Motorrad aus schoss er auf Obdachlose, Homosexuelle, Mädchen und Frauen: In Brasilien hat nun ein 26-Jähriger gestanden, in den vergangenen vier Jahren 39 Menschen ermordet zu haben. Tiago Gomes da Rocha sei nach rund zweimonatigen Ermittlungen in der Millionenstadt Goiania im Zentrum des Landes gefasst worden, teilte eine Polizeisprecherin am Donnerstag mit.

Als Motiv für die beispiellose Mordserie gab der 26-Jährige an, dass er von einer "Wut auf alles" getrieben gewesen sei. Der alleinstehende Mann arbeitete für eine private Sicherheitsfirma und lebte bei seiner Großmutter, in deren Wohnung er auch festgenommen wurde. Nach seiner Verhaftung versuchte er, sich in der Zelle mit Glasscherben von einer Lampe die Pulsadern durchzuschneiden, wurde aber laut Polizei rasch vom Notdienst versorgt.

26-Jähriger kannte seine Opfer nicht
Der Polizei sagte da Rocha, er habe seine Opfer nicht gekannt. Er habe mit seinen Morden seine innere Wut gestillt. Nach den Taten habe er zwar Reue empfunden, diese habe sich dann aber erneut in Wut gewandelt, die ihn zu neuen Bluttaten angetrieben habe.

Bei der Durchsuchung der Wohnung der Großmutter fanden die Ermittler einen Revolver, ein Motorrad und zwei gestohlene Motorrad-Nummernschilder. Nach Angaben der Polizeisprecherin dauerten die ballistischen Untersuchungen noch an. In sechs Mordfällen hätten sie jedoch bereits bestätigt, dass die Kugeln aus der gefundenen Waffe stammen.

Überwachungskameras filmten Morde
Auf die Spur da Rochas waren die Ermittler durch die Auswertung von Aufnahmen aus Überwachungskameras und durch Hinweise von Bürgern gekommen, die das Motorrad wiedererkannt hatten.

In einer der Aufnahmen ist der Mord an einer 14-Jährigen zu sehen, die sich auf dem Weg zur Bushaltestelle befand. Andere Sequenzen zeigen, wie der Motorradfahrer an einen auf der Straße schlafenden Mann heranfährt, seine Waffe zückt und ihm kaltblütig in den Kopf schießt.

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