Fr, 20. Juli 2018

CL im Visier

16.07.2014 09:53

Red Bull Salzburg "für nächsten Schritt bereit"

Mehr denn je geht Double-Gewinner Salzburg als haushoher Favorit in die kommende Bundesliga-Saison. Der von manchem Fan befürchtete Zerfall ist ausgeblieben, mit Kickern wie Massimo Bruno und Marcel Sabitzer haben sich die "Bullen" in der Offensive sogar noch verstärkt. Kein Wunder, dass Adi Hütter, Nachfolger von Erfolgsarchitekt Roger Schmidt, schon auf die Champions League schielt.

"Natürlich gehe ich davon aus, dass wir den Meister verteidigen", meinte Hütter wenige Tage vor dem Saisonstart. Und zeigte sich optimistisch, erstmals in der Red-Bull-Ära den Einzug in die Gruppenphase der europäischen Königsklasse zu schaffen. "Das ist ein sehr, sehr großes Ziel. Die Mannschaft ist für den nächsten Schritt bereit. Die Qualität ist da. Mit ein bisschen Losglück und perfekten Spielen werden wir es auch schaffen", erklärte der 44-Jährige, dessen Team in der dritten Quali-Runde (Auslosung am 18. Juli) gesetzt ist und dies auch im Play-off wäre.

Hütter, dessen Truppe mit dem 10:1-Erfolg über Regionalligist Sollenau in der ersten Cup-Runde wunschgemäß startete, kann sich auf eine intakte mannschaftliche Struktur verlassen. Die Abgänge (u.a. Marco Meilinger, Florian Klein, Dusan Svento, Stefan Hierländer und Robert Zulj) betrafen vor allem Kicker der zweiten Garnitur, die Leistungsträger konnten trotz vieler bestätigter und unbestätigter Angebote allesamt gehalten werden.

Große Erleichterung über Kampls Verbleib in Salzburg
Viel war um die offensiven Schlüsselspieler Kevin Kampl, Sadio Mane und Bundesliga-Torschützenkönig Jonatan Soriano spekuliert worden - schlussendlich blieb das Trio aber an Bord. Gerade die Verlängerung Kampls, in der Vorsaison das kreative Herz der Mannschaft, macht Hütter froh. "Wir können alle glücklich sein, ihn zu haben", sagte der Vorarlberger, für den der 23-jährige slowenische Teamkicker jener Akteur ist, "der möglicherweise den Unterschied ausmachen kann". Kampl selbst sieht die Mannschaft "noch nicht am Ende ihrer Entwicklung".

Dem nicht genug, sorgte Sportdirektor Ralf Rangnick sogar noch für Verstärkung. So warb man Rapid via des nicht unumstrittenen Leih-Umwegs RB Leipzig ÖFB-Teamkicker Marcel Sabitzer ab. Dazu holte der Klub mit dem 20-jährigen Belgier Massimo Bruno den teuersten je in Österreich verpflichteten Spieler. Der Verein bestätigte die kolportierte Ablösesumme zwischen sieben und neun Millionen Euro für den offensiven Mittelfeldmann freilich nicht.

Überangebot im Mittelfeld
Im Mittelfeld, wo auf den Seiten auch die Platzhirsche Mane und Kampl zuhause sind, herrscht damit ein Überangebot. Schließlich ist auch das 19-jährige Talent Naby Keita aus Guinea dort beheimatet. Im Cup kamen Sabitzer, der zwei Tore erzielte, und Bruno am vergangenen Samstag als Wechselspieler zum Einsatz. "Wir brauchen viele Spieler, weil wir auf drei Hochzeiten tanzen", erklärte Hütter.

Er sehe auch kein Problem, wenn Bruno derzeit nicht von Beginn an spielt. "Die Mannschaft vom letzten Jahr hat tolle Leistungen gezeigt. Jeder neue Spieler muss sich in diese Mannschaft spielen, und die Spieler kommen ja auch von ganz anderen Spielkulturen", merkte Hütter dazu an. Er hält den Konkurrenzkampf prinzipiell für wichtig.

Ehe die Hütter-Truppe aber an die Champions League denken darf, wartet zum Auftakt der Bundesliga am Samstag das Heimspiel gegen Vizemeister Rapid. Gegen Grün-Weiß haben die Salzburger gewissermaßen etwas gutzumachen: In der Vorsaison war die Barisic-Elf das einzige Team, das die "Bullen" zweimal besiegen konnte und ein weiteres Remis holte.

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