Sa, 23. Juni 2018

Wettbewerb steigt

08.07.2014 13:36

ÖBB-Konkurrenz: Jeder Siebente fährt Privatbahn

Der Wettbewerb auf den Schienen hat im vergangenen Jahr zugenommen. Vor allem auf den wichtigsten Verbindungen in Österreich - der Westbahn und der Brennerachse - nahmen beförderte Gütermenge, Fahrgastzahlen und auch die Zahl der Unternehmen insgesamt zu. Ein Viertel der Güter und jeder siebente Fahrgast seien von Privatbahnen befördert worden, berichtete die Schienen-Control am Dienstag. Insgesamt sind mit Stichtag 31. Dezember 2013 demnach 47 Eisenbahnunternehmen in Österreich aktiv gewesen.

Beim Personenverkehr erhöhte sich die Fahrgastzahl im vergangenen Jahr gegenüber 2012 um rund fünf Prozent auf 274 Millionen Bahnfahrer. Der Marktanteil der Privaten bei der Zahl der Reisenden stieg auf 14,5 Prozent (von 13,9 Prozent im Jahr 2012). Der Marktanteil der Privaten bei den Personenkilometern erhöhte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent. Zusätzliche Strecken wurden vor allem vom mehrheitlich privaten ÖBB-Konkurrenten Westbahn auf der Westbahnstrecke angeboten. Beim Personenverkehr kam im Vorjahr ein neuer privater Anbieter hinzu.

Immer mehr Güterverkehrsfirmen
Beim Güterverkehr gab es insgesamt ein kleines Minus, das klein blieb, weil es im zweiten Halbjahr eine spürbare Erholung gab. 2013 belief sich das Verkehrsaufkommen im gesamten Schienengüterverkehr auf 111 Millionen Tonnen (2012 waren es noch 112,5 Millionen Tonnen), die Verkehrsleistung sank konjunkturbedingt von 21,5 Milliarden Tonnenkilometer im Jahr 2012 auf 21,2 Milliarden Tonnenkilometer im Vorjahr. Auf der Westbahn allerdings stieg das Güterverkehrsaufkommen um 3,5 Prozent, am Brenner um 2,2 Prozent.

Der Jahresbericht der Eisenbahn-Regulierungsbehörde 2013 zeigt weiters, dass im vergangenen Jahr drei neue Güterverkehrsfirmen dazukamen. Heuer dürften es ähnlich viele werden, meinte Schienen-Control-Chefin Maria-Theresia Röhsler. Bisher gebe es zwei Neue.

"Private punkten mit Ganzzügen"
Unter den privaten Güterbeförderern habe demnach die Lokomotion ihre Führungsrolle behalten, die LogServ/CargoServ habe aber stark aufgeholt. Dahinter folgen LTE Logistik- und Transport GmbH, die TX Logistik Austria GmbH und die Wiener Lokabahnen Cargo. "Vor allem mit Ganzzügen punkten die Privaten", sagte Röhsler. Aber auch die Flexibilität helfe ihnen beim Abwickeln von Kurzfrist-Zügen, die im Jahresplan nicht festgelegt sind.

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