Fr, 22. Juni 2018

Brasilien-Match

08.07.2014 09:21

DFB-Kampfansage: "Sind nur schwer zu schlagen"

Am Dienstagabend geht mit dem Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland ein aboluter WM-Kracher über die Bühne. Eine Milliarde Menschen wird dieses Match vor den TV-Geräten verfolgen. Während die "Selecao" auf ihren verletzten Superstar Neymar verzichten muss, strotzt die DFB-Elf vor Selbstvertrauen und verkündete: "Wir sind nur schwer zu schlagen." Die große Kampfansage kam von Jogi Löw persönlich: "Wir sind noch nicht fertig", sagte der Teamchef vor dem Flug nach Belo Horizonte.

Für die Deutschen, bei denen Miroslav Klose laut "Bild" wieder von Beginn an stürmt, sprechen auch 576,4 Kilometer – die Laufleistung in den bisherigen Spielen, die höchste aller Semifinalisten. 107,7 Kilometer davon beim Sieg im Viertelfinale über Frankreich in der Mittagshitze des Maracana-Stadions. Seither weiß Torjäger Thomas Müller erst, wie wertvoll ein Kaktus ist: "Der geht ja in der Hitze nie ein."

Weltweit wird eine Milliarde Menschen dieses "vorverlegte Finale" verfolgen – die "Bild" erklärte, warum Deutschland Titelfavorit ist: bester Tormann, starke Standards, größter Zusammenhalt, flexibelster Teamchef! Wie zum Beweis wird Deutschland nach der WM die neue FIFA-Weltrangliste anführen, egal wer den Pokal holt. Aber das stellt Löw nicht zufrieden: "Von Computer-Statistiken kann man sich nichts kaufen, nur von Titeln. Allein die zählen."

Unter ihm gab es bereits einen Sieg über Brasilien – 3:2 am 10. August 2011 in Stuttgart, aber noch nicht mit Trainer Luiz Felipe Scolari. Vom aktuellen Aufgebot waren Julio Cesar, Alves, Fernandinho, Ramires und Fred im Einsatz. Die deutschen Tore erzielten Schweinsteiger, Götze und Schürrle – außerdem spielten Neuer, Lahm, Hummels, Kroos, Podolski, Müller und vier Minuten Boateng. Macht mit Löw elf Deutsche, die wissen, wie schön es ist, Brasilien zu besiegen.

Scolari zollt Löw Respekt
Scolari spricht jedenfalls voller Hochachtung vom Gegner und dessen Trainer: "Ich bewundere Joachims Arbeit, die er mit Jürgen Klinsmann begann und sensationell gut weiterführt." Seit seiner Zeit in Portugal sind sie Freunde: "Joachim hat die Inspiration, sein Team stets zu verjüngen. Das ist herausragend."

Bei den vier Kandidaten liegt Deutschlands prozentuelle Titelchance bei 30 bis 35 Prozent, höher als bei den anderen. Den Gegner zum Favoriten machen – auch das zählt zur Taktik Scolaris. Wäre er nicht überzeugt gewesen, den WM-Titel schaffen zu können, hätte er den Job nicht mehr übernommen. Das Duell gegen Deutschland hatte er bei der Auslosung im Visier. Anders als bei Löw ist nach der WM bei ihm sicher Schluss.

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