Bilanz nach einem Jahr

Wohnbeihilfe: „Absicherung für Kinder geschaffen“

Kärnten
08.04.2026 18:00

Positive Bilanz nach Neu-Gestaltung der Kärntner Wohnbeihilfe. Über 19.000 Menschen werden unterstützt. Landesvize Gaby Schaunig fordert zusätzlich Mietpreisgrenzen.

„Selbst relativ günstige Mieten können für manche Kärntner zu hoch sein. Mit der Wohnbeihilfe neu unterstützen wir jene Menschen besser, die es am dringendsten brauchen“, zieht Landesvize Gaby Schaunig Bilanz.

Statt fünf bis sechs gibt es seit dem Vorjahr eine zentrale Förderung, auch Eigentümer werden unterstützt. Maximal beträgt die Wohnbeihilfe 500 Euro, reduziert sich, wenn gewisse Nettoeinkommensgrenzen überschritten werden.

Durchschnittlich 245,23 Euro
„Leistungen wie Pflegegeld oder Familienbeihilfe zählen aber nicht zum Einkommen und schaden so nicht“, betont Georg Köchl, Unterabteilungsleiter Wohnbeihilfe. „Die durchschnittliche Wohnbeihilfe beträgt 245,23 Euro, die Betriebskostenunterstützung für Eigentümer 79,01 Euro.“

Zitat Icon

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Man sollte sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob man sich überhaupt eine Wohnung leisten kann.

Gaby Schaunig, Sozialreferentin

Insgesamt werden über 19.000 Menschen unterstützt. „Bis 1027 Euro Monatseinkommen gibt es die volle Unterstützung, erst darüber reduziert sie sich schrittweise“, erklärt Schaunig. Für jedes minderjährige Kind erhöht sich die Grenze um 200 Euro. „3280 Kinder leben in unterstützten Haushalten. So haben wir auch eine Absicherung für Kinder geschaffen“, betont die Sozialreferentin. „Auch für mehr als 6000 Haushalte von Pensionisten.“

Schneller reagieren, Grenzen für Mietpreise 
Von dem vereinfachten Verfahren mit einer zentralen Stelle profitieren aber nicht bloß die Kärntner mit knappen Kassen. „Wir bekommen dadurch konkrete Daten über die Situation in Kärnten, können sofort reagieren“, so Köchl, Schaunig erklärt: „Für Menschen mit Behinderung haben wir die Einkommensgrenzen um 200 Euro angehoben und Ältere erhalten die Beihilfe für zwei Jahre und nicht bloß zwölf Monate. Damit gibt es beim Antrag weniger Stress.“

Um Wohnen noch leistbarer zu machen, spricht sich Landesvize Gaby Schaunig aber noch zusätzlich für Mietpreisgrenzen aus: „Wir brauchen Spielregeln für dieses Grundbedürfnis, für viele Wohnungen gibt es die schon. Viele Private bewegen sich in einem fairen Spielraum, aber es gibt Ausreißer.“ Abschließend ihr Appell: „Wenn das Geld knapp ist, nutzen Sie die Wohnbeihilfe. Der Antrag geht ganz einfach im Internet.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt