Ein leichter Preisanstieg bei privaten Objekten und Grundstücken lässt die Immobilienprofis hoffen. Doch bei Verknappung könnten die Preise zu stark steigen. Die Branche fordert daher einen „Sanierungs- und Neubauturbo“.
Auch in der Kärntner Immobilienbranche mehren sich die Anzeichen, dass die schwierigen Zeiten vorüber sind. So sind die Menschen wieder mehr in Kauflaune und damit ziehen auch die Preise langsam wieder an.
Die Erhöhungen liegen noch unter der Inflation. Die Preise für Baugrundstücke in Klagenfurt sind um 1,5 Prozent, für Einfamilienhäuser um 2,29 Prozent gestiegen. Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei Gewerbeimmobilien: Während Geschäftslokale nur um 1,14 Prozent teurer wurden, Büroflächen um 1,52 Prozent, haben Betriebsgrundstücke gleich um 4,44 Prozent zugelegt.
Die Entwicklung ist aktuell stabil, steht aber auf einem schmalen Grat. Wir brauchen jetzt klare Rahmenbedingungen.

Paul Perkonig, WKK
Bild: Peter Just
Diese stabile Lage könnte sich aber schnell wieder drehen – am Markt gibt es erste Anzeichen für eine mögliche Angebotsverknappung. „Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, droht eine Situation, in der die Nachfrage das Angebot überholt, mit entsprechend steigenden Preisen“, warnt der Immobilienexperte der Wirtschaftskammer, Paul Perkonig „Wir wissen, dass das Angebot die Nachfrage nicht mehr lange decken kann.“
Daher fordert die Branche „rasche Reformen und Gegenmaßnahmen, wie einen echten Sanierungs- und Neubauturbo“. Die extremen Entwicklungen in den Jahren vor der Wirtschaftskrise sind noch gut in Erinnerung. „Wir brauchen jetzt klare Rahmenbedingungen“, fordert Perkonig. „Nur so können wir finanzierbaren Wohnraum langfristig sichern und den Standort Kärnten weiter stärken.“
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