Die Grazer Eishockey-Cracks haben den nächsten Schritt in Richtung erstes Finale in der Vereinsgeschichte gemacht! Die 99ers besiegten im dritten Halbfinalspiel daheim vor ausverkauftem Haus die Ungarn von Fehervar mit 4:0 und stellten in der Serie damit auf 3:0. Damit fehlt nur noch ein Sieg für das Endspiel. Doch Sorgen bereitet der vom Eis gefahrene Super-Goalie Max Lagace, der sich verletzt hat.
Karten für das zweite Heimspiel im Halbfinale waren ohnehin lange ausverkauft. Vereinzelt waren in sozialen Netzwerken noch Tickets von verhinderten Fans zu ergattern. Jeder wollte die Grazer Eishockey-Cracks gegen die Ungarn aus Fehervar in der Halle unterstützen. 4126 Besucher wollten ihre 99ers zum dritten Sieg in der Serie peitschen. Erfreulich auch für den Klub: Die Käuferin des 100.000 Tickets in dieser Saison wurde mit einem Präsent und einem Blumenstrauß geehrt.
Die Cracks am Eis wollten ihre Fans dann logischerweise nicht enttäuschen. Und sie legten los wie die Feuerwehr. Nach nicht einmal sieben Minuten standen schon 16:0-Torschüsse am Zettel. In Minute 7:51 flog dann im Liebenauer Bunker fast das denkmalgeschützte Dach weg: Nico Brunner mit dem perfekten Pass auf Paul Huber. Und der musste nur noch einschießen. Die Führung für die 99ers.
Doppelpack von Huber
In dieser Tonart ging es weiter. Doch auch die Ungarn wurden mehrmals gefährlich, unter anderem auch in einer doppelten Überzahl. Doch mit vereinten Kräften und einem einmal mehr prächtig aufgelegten Max Lagace im Tor wurde der ausgleich verhindert. 33 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittel klingelte es dann auf der Gegenseite: In doppelter Überzahl spielte Lukas Haudum einen genialen Pass, Nutznießer war erneut Huber. 2:0.
Im Mitteldrittel kamen die Ungarn dann besser aus der Halle, wirklich in große Gefahr gerieten die 99ers deswegen aber nicht. Auch, weil mit Lagace eine Wand im eigenen Kasten stand. Torlos ging es daher in die zweite Pause. „Im Schlussdrittel müssen wir nun wieder etwas besser spielen, mehr Gas geben und den Fokus behalten“, meinte Doppeltorschütze Huber. „Dann sollte es mit dem dritten Sieg auch klappen.“
Gesagt, getan! Denn nach gerade einmal 48 Sekunden im letzten Drittel war die Messe dann auch vorzeitig gelesen: Kevin Roy auf Josh Currie und der Stürmer mussten den Puck nur noch über die Linie drücken. Zehn Minuten vor dem Ende fuhr Lagace dann jedoch verletzt vom Eis. Ein großer Schock! „Suboptimal, wenn der Starting-Goalie raushumpelt“, seufzte Sportchef Philipp Pinter. „Wir müssen abwarten, was die Untersuchungen am Freitag ergeben. Es kann eine Zerrung sein, aber auch ein Riss.“ Ersetzt wurde er am Donnerstag gegen Fehervar von seinem Ersatzmann Nico Wieser. Der auch am Sonntag zwischen den Pfosten stehen könnte, denn für Sonntag ist ein Ersatz des „Hexers“ fraglich.
Erster Matchpuck am Ostersonntag
Die Spieler der Grazer hatten aber im Match selbst noch nicht genug. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen vollendete Kevin Conley zum 4:0. „Unser Bunker, unser Bunker, hey, hey“, hallte es durch den Bunker. Es war der Schlusspunkt eines erneut starken Auftritts der 99ers. Die nun in der Serie auf 3:0 gestellt haben und schon am Ostersonntag in Ungarn den ersten Finaleinzug in der Vereinsgeschichte fixieren können.
Halbfinale („best of seven“), 3. Spiel:
Graz99ers – Fehervar AV19 4:0 (2:0,0:0,2:0)
Stand in Serie: 3:0
Spiel vier am Sonntag (16.30 Uhr) in Szekesfehervar.
HC Pustertal – Olimpija Ljubljana 3:0 (2:0,0:0,1:0)
Stand in Serie: 3:0
Spiel vier am Sonntag (18.00) in Ljubljana.
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