Upper Austria Ladies

300.000 Euro weniger: „War ein schwerer Schlag“

Tennis
02.04.2026 08:46
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Das Upper Austria Ladies feiert sein 35-jähriges Jubiläum und wird erstmals auf Sand gespielt – weiter im Linzer Design Center. Der Termin zum Osterausklang hatte für Schlagzeilen gesorgt, da gleichzeitig der Billie Jean King Cup (BJK-Cup) stattfindet. Die Umstellung auf Sand, sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel im APA-Gespräch, sei auf WTA-Empfehlung erfolgt – nur für heuer. „Ich kann über 2027 noch gar nicht reden, wir haben uns für ein Jahr committet zu diesem Datum.“

Voraussichtlich in Wimbledon wird der Kalender 2027 beschlossen, meinte die Ex-Klassespielerin. „Das Ziel ist natürlich nicht, dass es (wieder) gleichzeitig mit dem BJK-Cup ist.“ Durch die Kollision mit dem Teambewerb tritt Österreich da diesmal nur mit einem B-Team an. Die Einser-Garnitur mit Julia Grabher, Anastasia Potapova, Sinja Kraus und Lilli Tagger hat hingegen das einzige heimische WTA-Turnier im Wettkampfplan stehen.

Rund um dieses gibt es aber nicht nur erfreuliche Schlagzeilen. Unerfreulich für Reichel war die Streichung von 300.000 Euro Fördergeld durch den Bund aus Einsparungsgründen. „Das war natürlich ein schwerer Schlag, aber ich gebe nicht auf. Linz ist die bedeutendste Frauensportveranstaltung in Österreich.“ Die Reduzierung von 100 auf 0 Prozent sei „krass“ gewesen. Nun werden nur noch Welt- und Europameisterschaften gefördert sowie Veranstaltungen mit besonderer Bedeutung. Den Anspruch, in die letztere Kategorie zu kommen, hat Reichel für ihr Turnier. 

Weiter Suche nach Titelsponsor
Die wirtschaftliche Lage ist weiter schwierig. Auch die Vorgabe, das Preisgeld stetig anheben zu müssen, muss schließlich eingehalten werden. „Die Zeiten sind nicht leicht, wenn du Unternehmer bist. Da müssen wir durch.“ Seit Jahren ist das seit 2024 auf WTA500-Level gehobene Event auch auf der Suche nach einem Titelsponsor. „Das Titelsponsorthema verfolgt uns, aber mit Upper Austria Ladies Linz haben wir für die Region, für Oberösterreich eine unglaubliche Strahlkraft“, meinte Reichel.

Der Aufschwung im rot-weiß-roten Frauen-Tennis ist unübersehbar, über kurz oder lang könnten vier Österreicherinnen in den Top 100 aufscheinen. Darunter u.a. auch Ex-Linz-Siegerin Anastasia Potapova (2023). Die Russin hat die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen. „Für das österreichische Damentennis ist es einfach super, sie war ja schon einmal Top 30 (21., Anm.). Wenn mehr oben mitspielen, belebt das die Konkurrenz und das kann schon motivieren und hilft dem Frauensport“, meinte die 54-jährige Reichel. 

Anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums werden am Semifinal-Samstag viele ehemalige ÖTV-Spielerinnen zu sehen sein. „Wir haben alle, die jemals im Hauptbewerb gespielt haben, eingeladen.“ Stolz ist Reichel auf ihre „Advantage Ladies“ genannte Sportkonferenz am nächsten Mittwoch (8. April), zu der auch Judy Murray kommen wird. Zudem wurde Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock als Botschafterin der Konferenz an Bord geholt.

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