Der Hirschberg in Langen bei Bregenz zählt zu den höher gelegenen Gipfeln der Allgäuer Voralpen. Bereits seit 1974 ist ein Großteil des Gipfelbereichs Naturschutzgebiet und beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna.
Der Hirschberg ist ein landschaftlich wie naturkundlich hochinteressanter Berg, der allerdings häufig im Schatten seines bekannteren „Nachbarn“, dem Pfänder, steht. Doch der Hirschberg ist reich an Geschichte und von großer ökologischer Bedeutung. Mit seinen 1095 Metern zählt er zu den höher gelegenen Gipfeln der Allgäuer Voralpen westlich der Iller. Der Großteil des Berges zählt zu Langen bei Bregenz, während sich der westliche Hang bis in die Nachbargemeinde Eichenberg erstreckt. Eingerahmt wird der Hirschberg von Kesselbach, Rotach, Bregenzer Ach und Rickenbach, die seine natürliche Begrenzung bilden und das Landschaftsbild prägen.
Typ: gemütliche, aussichtsreiche Gipfeltour
Startpunkt: Wanderparkplatz Stollen, Langen bei Bregenz
Dauer: gut zwei Stunden (ohne Pause)
Aufstieg: circa 300 Höhenmeter
Ausrüstung: Wanderschuhe mit guter Profilsohle, Kleidung im Schichtprinzip (im Bereich des Gipfels weht oft ein überaus kühler Wind), bei Bedarf Tagesrucksack mit Getränken und kleinen Snacks zur Stärkung
Schon im Jahr 1974 unter Schutz gestellt
Geologisch gehört das Gebiet zur Molassezone des Bregenzerwaldes, die durch Nagelfluhgestein charakterisiert ist – ein Konglomerat aus abgerundeten Gesteinstrümmern, das der Region ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung des Hirschbergs als Naturschutzgebiet. Bereits 1974 wurden die Gipfelregion sowie große Teile des Westhanges unter Schutz gestellt, um die vielfältigen und naturnahen Lebensräume langfristig zu erhalten. Zusätzlich sind der Süd- und Osthang sowie die Magerweiden auf der Südflanke im „Biotopinventar Vorarlberg“ registriert. Allerdings wurde festgestellt, dass das für den nährstoffarmen Boden charakteristische Massenvorkommen von Arnika durch Düngung mit Gülle seit den 1980er-Jahren weitgehend zerstört worden ist.
Abwechslungsreicher Weg
Direkt unterhalb des Gipfels befindet sich die Hirschberg-Alpe, an die Hänge geschmiegt sind die Rotten Unterhirschberg, Hegisberg, Birkenberg, Feßlerberg, Ahornach und Geserberg. Es gibt viel zu entdecken in diesem Gebiet, welches sich bestens für eine Frühlingstour eignet. Startpunkt ist beim kleinen Wanderparkplatz gegenüber dem ehemaligen Gasthaus „Stollen“. Von dort folgt man den Schildern in Richtung Hirschberg. Anfangs geht es zunächst ein Stück weit auf der einspurigen Straße entlang, was jedoch nicht störend ist, da kaum Verkehr herrscht. Nach einigen Hundert Metern erreicht man einen Bauernhof, hier hält man sich an die Ausschilderung „Ahornach/Hirschberg“.
Die Anfänge des kleinen Sakralbaus reichen zurück bis ins frühe 15. Jahrhundert. Im Jahr 1401 soll ein Einsiedler namens Sylvanus an diesem abgelegenen Ort am Berg eine Johanneskapelle errichtet haben. 1413 folgte der Bau eines Dominikanerinnenklosters (Kloster Hirschberg) mit Kirche auf dem Hirschberg. Mehrfach schlugen Blitze in das Klostergebäude ein, und die Anlage brannte in den 1460er-Jahren gleich mehrmals nieder. Die Kapelle blieb jeweils unversehrt. 1465 wanderten die Dominikanerinnen schließlich nach Hirschthal bei Kennelbach ab. Im Laufe der Zeit wurde die Kapelle mehrmals zum Raub der Flammen, wiederum ausgelöst durch Blitzeinschläge. Im Jahr 1838 wurde schließlich die bis heute bestehende Marienkapelle erbaut: architektonisch schlicht – ein kleiner, harmonischer Bau, der sich in die alpine Umgebung einfügt. Die Kapelle sowie die Alpe Hirschberg unterstehen dem Kloster Thalbach.
Rundum-Panoramablick vom Gipfelplateau
Es geht im sanften Anstieg einer Wiese entlang, vorbei an einem weiteren großen Hof und schließlich in den Wald. An einem milden Vor-Frühlingstag wird man von den Aromen des Waldes eingehüllt: Harz, Erde und feuchtes Laub. Nach dem Wald eröffnen sich tolle Ausblicke in den Bregenzerwaldes sowie in Richtung Schweizer Berge. Der letzte Abschnitt der Route gestaltet sich dann etwas anstrengender. Der Anstieg führt über eine steile Wiese bis zum Bergkamm, ist jedoch gut zu bewältigen, auch wenn vereinzelt noch ein paar Schneefelder zu queren sind. Vom Gipfelplateau hat man einen Rundum-Panoramablick. Besonders gut ist natürlich der Pfänder zu erkennen. Nur wenige Meter unterhalb des Gipfelkreuzes befindet sich die Marienkapelle, wo man eine kleine Rast einlegen kann. Danach geht es über denselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.