Den Besuch von Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) nutzte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), um gemeinsam die nächsten Infrastrukturprojekte zu präsentieren – auch ÖBB und Asfinag waren dabei.
Neben der Tunnelspinne Feldkirch ist sie wohl das umstrittenste Straßenbauvorhaben Vorarlbergs, die S 18. Beschlossene Sache ist die Schnellstraße zwar immer noch nicht, doch erklärte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag, dass er grünes Licht vom Ministerium für das von der Asfinag bereits eingereichte Vorprojekt erwarte. Erst dann geht es an die Einreichung zum UVP-Verfahren. Wallner nutzte den Besuch von Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) auch dafür, noch mal die Bedeutung der S 18 zu betonen, diese Anbindung an die Schweiz sei eine Notwendigkeit, hieß es. Die S 18 hatte sich zur Zerreißprobe für die schwarz-grüne Koalition entwickelt. Und so überraschte es wenig, dass der kleine Koalitionspartner nach der letzten Landtagswahl eingetauscht wurde. Aus Grün wurde Blau.
Rasche Entscheidungen auch bei A 14
Auch der Wechsel des Bundesministeriums von Grün zu Rot bedeutet für das Straßenprojekt nun einen möglichen Fortschritt. Investiert wird aber auch abseits der S 18, die Asfinag pumpt bis zum Jahr 2031 555 Millionen Euro in das Vorarlberger Autobahnnetz. So werden etwa die Sicherheitselemente im Pfändertunnel auf den neuesten Stand gebracht, der erste Asfinag-Rastplatz Vorarlbergs gebaut und in den Lärmschutz entlang der A 14 Rheintalautobahn investiert.
Wallner, der mit Hanke am Güterbahnhof Wolfurt zusammentraf, betonte zudem die Bedeutung des größten Betriebsgebietes des Landes und die Dringlichkeit von Rahmenprojekten, wie vor allem des Vollausbaus des benachbarten Anschlusses Wolfurt-Lauterach der A 14. „Es ist an der Zeit“, sagte auch Verkehrsminister Hanke, der eine rasche Entscheidung in Aussicht stellte.
Mit den Investitionen in Schiene, Straße und intelligente Infrastruktur schaffen wir bessere Verbindungen für die Menschen und stärken die heimische Wirtschaft
Minister Peter Hanke
Neben dem Straßenbau spielt auch die Bahn eine wesentliche Rolle für eine leistungsfähige Infrastruktur. Hanke betonte, dass man gerade an einem Wirtschaftsstandort wie Vorarlberg die Verkehrsströme intelligent lenken wolle. Die Bahn ist dabei ebenso essenziell wie die Straße. Um den Güterverkehr weiter auf Schiene zu bringen, wird der Container Cargo Terminal (CCT) Wolfurt massiv aufgewertet. Ein dritter Portalkran sei bereits bestellt, erklärte ÖBB-CEO Andreas Matthä. Mittelfristig werde das Terminal seine Kapazität um 76 Prozent auf 454.000 Tonnen pro Jahr steigern können. Auch andernorts investieren die ÖBB, allein im Jahr 2026 sind es 80 Millionen, bis 2030 sind es 530 Millionen Euro. So wird etwa der Bahnhof Bregenz Hafen ausgebaut und die Strecke zwischen Feldkirch und Buchs modernisiert.
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